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Nach der Ankündigung großer Energiekonzerne, den Atomausstiegskonsens einseitig zu kündigen, haben die Umweltverbände eine von uns GRÜNEN unterstützte Kampagne gestartet: Atomausstieg selber machen! Einfach anklicken und wechseln!
In Bielefeld herrschen noch nicht die Energiemultis. Aber auch die Stadtwerke setzen auf Atomstrom aus Grohnde (der übrigens keine zukunftsfähige Antwort auf den Klimawandel ist!). Wir Bielefelder GRÜNE rufen seit einem Jahr ebenfalls dazu auf, keinen Atomstrom mehr zu kaufen.
Grüne Stromangebote sind doppelt gut. Strom aus erneuerbaren Energien wird ins Netz eingespeist. Der Bau neuer Anlagen wird vorangetrieben.
Es gibt nicht viele Dinge, wo es so einfach ist, das ökologisch Richtige zu tun.
1. Neuen Anbieter suchen.
Die Kampagne der Umweltverbände schlägt folgende Anbieter (deren Profil sich unterscheidet) vor:
("Lichtblick" haben wir wegen seiner Atomstromzukäufe herausgenommen!)
Unternehmen kwh Brutto Monatsgrundpreis Monatskosten (300 kwh) Greenpeace energy 19,9 ct 9,50 69,02
naturstrom 19,25 ct 7,95 65,70
Elektrizitätswerke Schönau 19,9 ct 5,90 65,06
Energreen
(Ökostrom Stadtwerke Bielefeld) 21,9ct 8,65 74,53
Vergleich Stadtwerke Bielefeld 17,20 ct 8,65 60,25
2. Dann bei diesem Anbieter Formular ausfüllen. Alles andere macht der neue Anbieter.
Und die Stadtwerke bleiben für eventuelle Störungen o.ä. ansprechbar. Die verkaufen ihren Strom ja auch bundesweit und sind an solche Kooperationen gewöhnt.
Keine Angst also, es geht kein Licht aus und es ist ein ebenso normaler Vorgang, seinen Stromversorger zu wechseln, wie heute bei real und morgen bei Dengel einzukaufen.
Jede/r, der eine eigene Stromrechnung erhält - egal ob Miete oder Eigentum - kann ganz einfach umsteigen. Jetzt Atomausstiegslink anklicken!
Als ökologisch kann Strom nur dann gelten, wenn er mindestens zur Hälfte aus den erneuerbaren Energiequellen Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme gewonnen wird. Die zweite Hälfte darf aus fossilen Energien stammen, allerdings nur wenn diese effizient in Strom umgewandelt werden und gleichzeitig die entstehende Wärme z.B. zu Heizzwecken genutzt wird (sog. Kraft-Wärme-Kopplung). Es gilt jedoch: Je höher der Anteil erneuerbarer Energien, desto besser für die Umwelt. Selbstverständlich hat die Atomkraft bei ökologischem Strom nichts zu suchen und Sie sollten darauf achten, dass der Anbieter nicht mit Atomkonzernen verbandelt ist. Außerdem sollten Sie bei der Entscheidung zwischen den verschiedenen Ökostrom-Anbietern berücksichtigen, dass möglichst hohe Investitionen in neue regenerative Anlagen getätigt werden. Dieses sorgt dafür, dass immer mehr Ökostrom erzeugt wird. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die dezentrale Stromerzeugung, weil sie umweltfreundlich ist und vor Ort Arbeitsplätze schafft. Da es nicht leicht ist, die vielen Angebote unter ökologischen Gesichtspunkten zu bewerten, haben unabhängige Institutionen verschiedene Gütezeichen entwickelt. Das "Grüner Strom Label" legt dabei die strengsten Kriterien fest.
Das Stromnetz ist vergleichbar mit einem See, dessen Einleitungen und Abfl üsse sich immer die Waage halten. Es ist physikalisch nicht möglich, dass der von Ihnen bestellte Strom aus Ihrer Steckdose kommt. Sie sorgen mit dem Kauf von umweltfreundlichem Strom allerdings dafür, dass eine bestimmte Menge Strom aus ökologischer Erzeugung - nämlich die Menge, die Sie verbrauchen - auch tatsächlich in das Netz eingespeist wird. Je mehr Menschen dabei mitmachen, desto größer wird der Anteil des Ökostroms. Somit wird Kohle und Atomstrom auf Dauer verdrängt.
Aus "Strom umschalten" Flugblatt der NRW-GRÜNEN
Ein Blick auf die Stadtwerkerechnung und ein kurzer Surftrip im Internet zeigen: Ökostrom ist keinesfalls zwangsläufig die teurere Alternative. Die Autorin dieses Artikels könnte z.B. bei Lichtwerk, einem 100%-Ökostromanbieter gegenüber dem Normaltarif der Stadtwerke Bielefeld noch ca. 40 Euro im Jahr sparen!
Das gilt umso mehr, als sich durch bewussten Umgang mit Strom die Energiekosten noch deutlich reduzieren lassen - ohne echte Komforteinbußen.
Der grüne Landesverband rät zum Beispiel zu:
Regionalversorgung ist gut und kommunale Stadtwerke sind besser, als von einem der Energie-Multis abhängig zu sein. Ob der für umweltbewusste Kunden angebotene "energreen-Tarif" der Stadtwerke der mit einem Mehrpreis von 4,6ct pro kwh, der den Strompreis tatsächlich sehr hoch treibt, die richtige Alternative ist, muss jede/r selbst entscheiden. Mit dem Aufpreis finanziert man den Bau neuer Anlagen mit regenerativer Energie. Die Gesamtstrategie des Unternehmens zielt allerdings keineswegs erkennbar auf einen quantitativ bedeutsamen Anstieg dieser zukunftsfähigen Energiequellen.
Jede/r, der eine eigene Stromrechnung erhält - egal ob Miete oder Eigentum - kann ganz einfach umsteigen. Jetzt Atomausstiegslink anklicken!
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