GRÜNE verurteilen Aussetzung des Familiennachzugs


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Mit großem Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass der Familiennachzug für subsidiär Geschützte durch Union und SPD weiter ausgesetzt werden wird.

Dass Geflüchtete monatelang oder auch jahrelang in großer Sorge um ihre zurückgebliebenen Angehörigen gelassen werden, verurteilen wir als unmenschlich. Auch das schwächste Familienmitglied wird so gezwungen, sich auf die ungeheuren Anstrengungen und Gefahren einer Flucht einzulassen, die viel zu oft tödlich endet. „Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es de facto keine legale und sichere Fluchtmöglichkeiten gibt, ist die Vereinbarung von Union und SPD weder christlich noch sozial!“, meint Dominic Hallau, Sprecher der Bielefelder GRÜNEN.

„Neben den humanitären Gründen, die die Aussetzung des Familiennachzuges verbieten sollten, haben wir in Bielefeld auch aus integrativen Gesichtspunkten ein großes Interesse daran, dass Geflüchtete ihre engsten Angehörigen nachholen können. Von Menschen, die in ständiger Sorge leben, ob und unter welchen Umständen ihre Kinder leben, können wir kaum erwarten, dass sie sich in unsere Stadtgesellschaft integrieren. Dieses Mindestmaß an Empathie, aber auch an Folgenabschätzung, erwarten wir von den Entscheidungsträger*innen.“