Sennestadt
Sennestadt. Bunt. Grün.

In Sennestadt gibt es leider nur wenige Bündnis 90/Grüne Aktivisten. Aber wir haben mit immerhin 10 % Wählerstimmen einen Sitz in der Bezirksvertretung. Als Bezirksvertreter fungiert Ulrich Schumacher, Landwirt aus Eckardtsheim. Wichtiger Ansprechpartner bleibt nach wie vor das Sennestädter Stadtratsmitglied Jörg van Norden, Dozent an der Uni Bielefeld und Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Stadtentwicklung und Klimaschutz.
Sennestadt ist in den 50er und 60er Jahren nach den Plänen von Prof. Reichow als „Flüchtlingsstadt“ erbaut worden. Daher stammen fast alle Gebäude aus dieser Zeit. Nur der Ortsteil Eckardtsheim, der 1882 von Pastor Bodelschwingh als Teilanstalt der Von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel gegründet wurde, hat einen anderen Ursprung. Die Teile Dalbke und Heideblümchen sind Wohn- und Gewerbegebiete, die ebenfalls in den letzten Jahrzehnten entwickelt wurden. Vorher lebten auf dem armen Sandböden südlich des Teutoburger Waldes nur einige wenige Bauern und Tagelöhner.
Unser Bezirksvertreter
Unser Stadtbezirk hat 21.400 Einwohner und ist heute geprägt von einem hohem Anteil an über 60-Jährigen, aber auch vielen Kindern und Jugendlichen. Gewerbe und Industrie stellen den größten Anteil an Arbeitsplätzen. Nicht zuletzt durch die Autobahnnähe haben Logistik- und Speditionsfirmen sowie die Metallindustrie eine große Bedeutung.
Landwirtschaft und Gartenbau spielt nur noch in Eckardtsheim eine wichtige Rolle. Der größte Teil der Fläche wird nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet (Gut Wilhelmsdorf und die Gärtnerei Eckardtsheim, eine Werkstadt für Behinderte).In Eckardtsheim gibt es durch die Anbindung an Bethel viele Arbeitsplätze im sozialen Bereich (z.B. Behindertenarbeit, Wohnungslosenarbeit, Erziehungshilfen).Das Schulwesen ist umfassend ausgebaut. Neben den drei Grundschulen gibt es eine Hauptschule, eine Realschule, ein Gymnasium, eine Sonderschule und eine Schule für Ergotherapie. Das Bürgerengagement z.B. in Kirchen, Chören, Schulen, Sportvereinen und Naturschutz ist recht gut entwickelt, aber ausbaufähig.
Ein großer Teil des Gebietes gehört zum Südhang des Teutoburger Waldes, in dem man wunderbar wandern und Sport treiben kann. Ein aus den 60er Jahren stammendes „Ferienhausgebiet“ im Wald, das z.T. heute unerlaubterweise als Dauerwohnort genutzt wird, stellt ein Problem dar.
In Sennestadt gibt es einige Themen, bei denen wir „grünes Profil“ zeigen müssen:
Da unser Stadtbezirk einen hohen Anteil an Bewohnern „mit Migrationshintergrund“ hat (Russlanddeutsche, Türken, etc.) ist die Integration aller Bevölkerungsgruppen eine wichtige Aufgabe. Dies fängt in der Grundschule an. Leider hat die vorherige Landesregierung die Grundschulbezirke, die zu einer Durchmischung in den Klassen geführt haben, abgeschafft. Nun müssen wir vor Ort versuchen, die Gefahren einer weiteren Aufspaltung der Gesellschaft zu mindern. Zum Glück haben wir recht engagierte SchulleiterInnen. Auch in Sennestadt geht es darum, ein „Wir-Gefühl“ zu entwickeln und auszubauen, dies natürlich nicht nur in den Schulen.
Ganz wichtig ist die Erhaltung der Infrastruktur und Versorgungseinrichtungen für alle Teile unseres Stadtbezirks. Hierzu gehören das Bürgerbüro mit seinem Service ebenso wie die Nebenstellen der VHS und der Stadtbibliothek. Ein Glücksfall ist der Neubau eines Funktionshallenbades, das intensiv von Schulen und Vereinen genutzt wird. Am Wochenende ist es auch für die Öffentlichkeit zugänglich.
Immer wieder aufkommende Themen befassen sich mit der Wohnbauentwicklung, den Bebauungsplänen und der geplanten Flächennutzung. Wir setzen uns für eine ökologische Bauweise und eine naturverträgliche, sparsame Flächennutzung ein. Insbesondere auf vorhandenen Baulücken und Brachflächen (z.B. das ehemalige Schillinggelände) sollte gebaut werden, nicht jedoch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen und Waldflächen. Der Wohnungsbestand muss gemäß den heutigen ökologischen Anforderungen umgebaut werden. Auch durch die Sennestadt GmbH, eine recht aktive städtische Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft, besteht die Möglichkeit eine sinnvolle Entwicklung voran zu treiben.
Die regenerative Energieerzeugung hat auch in Sennestadt ein großes Potenzial. V.a. im Ortsteil Eckardtsheim sind bereits zahlreiche Photovoltaikanlagen, Sonnenkollektoren und eine Biogasanlage mit 170 kW (Gut Wilhelmsdorf) in Betrieb. Weitere Entwicklungsmöglichkeiten müssen in den nächsten Jahren genutzt werden.
Die Kultur- und Jugendarbeit ist durch Vereine (Sennestadtverein, Sportfreunde, etc.) und Kirchen geprägt. Hier geht es darum, dass ehrenamtliche Engagement trotz knapper werdender Mittel zu unterstützen und weiter auszubauen.
Das Thema Verkehr steht ebenfalls immer wieder auf der Tagesordnung. Der Auto- und LKW-Verkehr stellt durch die Autobahnnähe und den Quellverkehr eine wachsende Belastung dar. Wir setzen uns u.a. für den Rückbau der vierspurigen, das Stadtgebiet trennende Paderborner Straße ein. Der öffentliche Nahverkehr ist einigermaßen ausgebaut aber verbesserungsfähig. Insbesondere die Bahnanbindung nach Bielefeld, die Sennebahn, sollte häufiger als stündlich erfolgen.
Seit einigen Jahren gibt es für die Kernsennestadt ein Stadtteilmanagement im Rahmen des Programms Stadtumbau West. Hier werden Fördermittel der EU, des Landes und der Stadt genutzt. Zahlreiche Maßnahmen im Bereich des gesellschaftlichen Miteinanders und in der Gestaltung des Stadtbezirkes werden unter Mitwirkung engagierter Bürger angestoßen und durchgeführt.
- Abgelegt in Bezirke
- am 19. Mai 2011














