Sennestadt


Veröffentlicht am / Abgelegt in: Bezirke, Bezirksvertretung

Sennestadt. Willkommen im grünen Bereich

In Sennestadt gibt es leider nur wenige Bündnis 90/Grüne Aktivisten. Aber wir haben mit immerhin 9,15% Wählerstimmen aus der Kommunalwahl 2014 einen Sitz in der Bezirksvertretung. Als Bezirksvertreter fungiert Ulrich Schumacher, Landwirt aus Eckardtsheim.

Bezirke-SennestadtEnergieeffizienz steigern, Energie erzeugen

Die Energieberatung für Hausbesitzer sollte weiter wohnortnah ausgebaut werden, denn der größte Nachholbedarf bei der Einsparung von Energie liegt im Wohnungsbestand.

Auch bei öffentlichen Gebäuden besteht in Sennestadt noch großer Handlungsbedarf. Das Handlungsprogramm Klimaschutz der Stadt Bielefeld soll konsequent umgesetzt werden.

Sämtliche Möglichkeiten der dezentralen, klimaneutralen Energieerzeugung inkl. der Windkraft sollen mit enger Bürger*innenbeteiligung erörtert und mit Hilfe der Stadtwerke genutzt werden.

Die Bewerbung Sennestadts als KWK (Kraft-Wärme-Kopplung)-Modellkommune wird von uns nachdrücklich unterstützt.

Mehr Raum für Fahrräder und Fußgänger

Die „Autogerechte Sennestadt“ wollen wir Schritt für Schritt zur Fahrrad- und Fußgänger*innenstadt umbauen.
Wir fordern Verkehrsberuhigungskonzepte mit möglichst vielen Tempo-30-Zonen für den gesamten Stadtbereich, ein besseres Radwegenetz v.a. für den Schüler*innenradverkehr und die gefahrenfreie Radwegeanbindung der Ortsteile Eckardtsheim, Dalbke und Heideblümchen, den Ausbau des ÖPNV, die Verlängerung der Stadtbahnlinie 1 bis Sennestadt, weiterhin die Erhöhung des Taktes der Sennebahn auf 30 Minuten und eine enge Anbindung des Busverkehrs an die Sennebahn.

Der Sennestädter Bahnhof wird neu gestaltet. Das Fahrradparkhaus ist dabei zu erhalten. Tankstellen für E-Bikes und E-Autos sind vorzusehen.

Über das Sennestädter Projekt zur energetischen Stadtsanierung sollen durch Ausweisen geeigneter Autostandorte Carsharing-Firmen gewonnen werden. Nur so kann dem Parkplatznotstand in vielen Wohnstraßen begegnet werden, ohne die Mobilität einzuschränken.

Straßen zurückbauen, Brachflächen nutzen und Lebensqualität steigern

Unser Ziel ist es, die landeseigenen Straßen Paderborner Straße (L 756) und Verler Straße (in der Ortsdurchfahrt Eckardtsheim) mit durchgängigen Radwegen zurückzubauen. Dies ist auch wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung des ehemaligen Schillinggeländes, des zentrumsnahen Einzelhandels in Sennestadt und des Ortskerns von Eckardtsheim.

Die Bemühungen der Sennestadt GmbH für die Entwicklung einer Klimaschutzsiedlung auf dem Schillinggelände und die energetische Stadtsanierung unterstützen wir genauso wie die geplante Verdichtung der Bebauung in Eckardtsheim mit Wohngebäuden und Kleingewerbe.

Wir setzen uns dafür ein, dass die hohe Lärmbelastung, insbesondere im Bereich der Autobahnen, durch geeignete Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Bundesbehörden reduziert wird.

Ökologische Flächennutzung vorantreiben

Große grüne Pluspunkte von Sennestadt sind der Teutoburger Wald und andere landschaftliche Kleinode, die Sennedünen und die vielen Wassereinzugsgebiete. Diese Naturräume gilt es zu schützen und gleichzeitig für die Naherholung nutzbar und attraktiv zu machen.

Mit Hilfe der Biostation Senne sollen Konzepte für den Erhalt der Binnendünen, die umfassende Renaturierung des Bullerbachtales und anderer naturräumlicher Besonderheiten umgesetzt und für die Imagebildung genutzt werden.

Naturlehrpfade, gekennzeichnete kulturhistorische Wege oder ein Heimathaus können helfen, diese Besonderheiten bei Schulkindern und der übrigen Bevölkerung besser herauszustellen. Wir wollen, dass der Flächennutzungsplan so geändert wird, dass die vorhandenen Sennedünen, die bereits vorhandenen Naturschutzgebiete (z.B. Strothbachwald, Esselhofer Bruch) und die Wassereinzugsgebiete vollständig erhalten und geschützt bleiben.

Die Anwendung von synthetischen Düngemitteln und chemischen Pflanzenschutzmitteln auf Grabeländern und sonstigen Nutzflächen soll in den Trinkwassergewinnungsgebieten unterbunden werden.

Integration durch gute schulische Bildung

Kindergärten und Schulen sind Orte der Integration und Inklusion. Gerade in Sennestadt geht es darum, diese zu nutzen und einem weiteren Auseinanderleben der Menschen verschiedener Herkünfte und Kulturen entgegenzuwirken.

Das Schulzentrum Süd mit Theodor-Heuss- und Johannes-Rau-Schule soll Schritt für Schritt zur gemeinsamen Schule zusammenwachsen. Mittelfristig kann dort eine Sekundarschule entstehen.

Die Bewerbung der Theodor-Heuss-Schule zur NRW-Sportschule unterstützen wir ausdrücklich.

Neue Spielplätze wie der am Keilerweg sind naturnah und mit Beteiligung von Kindern und Eltern zu entwickeln, sodass naturräumliche Besonderheiten wie die „Keilerdüne“ nicht nachteilig beeinflusst werden.

Der Sennestädter Ableger der VHS und die Nebenstelle der Stadtbibliothek leisten gute Arbeit. Diese soll gesichert und ausgebaut werden.

Die in vielen Städten bereits praktizierte Einrichtung eines „Kinderparlamentes“ sollte auch in Sennestadt aufgegriffen werden, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich an der Entwicklung ihres Stadtbezirkes besser zu beteiligen.

Wirtschaft & Handel zukunftsfähig machen

Der Qualitätseinzelhandel im Sennestädter Zentrum und in Eckardtsheim muss erhalten, gestärkt und hier konzentriert ausgebaut werden. Die Werbegemeinschaften und imagebildenden Maßnahmen im Sinne der Sennestädter Wirtschaft sollen weiter unterstützt werden.

Zusätzliche Flächenversiegelungen, Großmärkte und Discounter abseits des Sennestädter Zentrums lehnen wir ab. Gewerbe und Industrie sollten – wo immer möglich – auf bereits vorhandenen Gewerbeflächen und Industrie­brachen angesiedelt und weiterentwickelt werden.

Um die Ansiedlung von innovativen, zukunftsorientierten Firmen und entsprechende Ausbildungsplätze zu fördern, sprechen wir uns für eine eigene Gebietsausweisung und besondere Unterstützung von klein- und mittelständischen Gründerfirmen in den Bereichen Energie und Handwerk aus.


Unsere Bezirksvertreter