Keine Wildtiere mehr im Zirkus auf Bielefelder Stadtgebiet


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in der Vergangenheit wurden städtische Plätze, wie u.a. die Radrennbahn und der Festplatz auf dem Johannisberg, Zirkusunternehmen für Vorführungen zur Verfügung gestellt. Die Dressur, Haltung und Zurschaustellung von Wildtieren stößt seit längerem auf Kritik von Tierschutzorganisationen und vermehrt bei großen Teilen der Bevölkerung. Auch die Bundestierärztekammer e.V. spricht sich gegen die Zulässigkeit von Wildtierhaltung im Zirkus aus.

Initiativen des Bundesrates, Haltungsverbote für verschiedene Wildtiere zu schaffen, waren bisher nicht erfolgreich. Dennoch stellen eine Vielzahl von Kommunen für Unternehmen, die Wildtiere mit sich führen, keine Plätze zur Verfügung – zuletzt in unserer Region die Stadt Detmold im November 2015. Diesem Beispiel soll die Stadt Bielefeld folgen.

Antrag der Koalition zur Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am 10.05.2016:

Die Stadt Bielefeld stellt Unternehmen, die Wildtiere gemäß beiliegender Anlage I mit sich führen oder in Vorstellungen oder in anderer Form darbieten, zukünftig keine Flächen zur Verfügung. Dies gilt nicht für von der Stadt Bielefeld mit Unternehmen bereits geschlossene Verträge.


Als Wildtiere gelten:

Affen // Elefanten // Giraffen // Großbären // Flusspferde // Nashörner // Großkatzen // Wölfe // Tümmler // Delfine // Alligatoren // Krokodile // Riesenschlangen // Amphibien // Robben // robbenartige Tiere // Greifvögel // Flamingos // Pinguine // Straußenvögel // Antilopen // antilopenartige Tiere // Lamas // Vikunjas // Beuteltiere // Wildformen von Wiederkäuern // Wildformen von pferdeartigen Tieren