GRÜNE unterstützen wichtige Signale für den Radverkehr

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bicicletteRatsfraktion und Kreisverband der Bielefelder GRÜNEN unterstützen das Ziel des Oberbürgermeisters Pit Clausen den Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen von derzeit 15 auf 25 Prozent im Jahr 2025 zu steigern.

„Das Fahrrad ist ein gleichberechtigtes Verkehrsmittel neben dem Auto und dem Öffentlichen Nahverkehr und muss auch als solches behandelt werden. Fahrradfahrer*innen gehören nicht in die Nebenstraßen verbannt. Alle Straßen in Bielefeld müssen für sie sicher und komfortabel gestaltet sein, dazu gehören auch Hauptverkehrsachsen wie Herforder Straße, Detmolder Straße,  Artur-Ladebeck-Straße und Stapenhorststraße. Nur so können wir mehr Menschen zum Umstieg motivieren“, erklärt Kreisvorstandssprecher Dominic Hallau. Zwei zusätzliche Planungsstellen für die Radverkehrsförderung seien da ein wichtiger Ansatzpunkt.

Die Förderung des Radverkehrs ist für die GRÜNEN zentrales, kommunalpolitisches Ziel. Im 2015 geschlossenen Zukunftspakt vereinbarten SPD, GRÜNE, Piraten und Bürgernähe die Erhöhung des Etats für den Radverkehr. Das wurde in der Zwischenzeit auch umgesetzt. Aus Bundes- und Landesmitteln können ebenfalls Mittel in erheblichem Umfang für die Förderung des Radverkehrs eingesetzt werden. Nicht nur für Umwelt- und Klimaschutz ist der Abbau des PKW-Verkehrs unverzichtbar, auch eine Steigerung der Lebensqualität der Anwohner*innen von Hauptverkehrsstraßen sowie positive Effekte auf die Gesundheit der Verkehrsteilnehmer*innen ist so zu erreichen.

Klaus-Peter Johner arbeitet für die GRÜNE Ratsfraktion in der 2014 eingesetzten Arbeitsgruppe „Bicycle policy audits“ (BYPAD) mit. Er betont: „Die Arbeitsgruppe hat wichtige Leitlinien formuliert. Für die Umsetzung sind nun konkrete Maßnahmen nötig. Im Rahmen eines Radwegekonzepts sind vor allem die Aspekte Verkehrssicherheit, Infrastruktur, Service, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit zu berücksichtigen. Insgesamt brauchen wir ein fahrradfreundlicheres Klima in der Stadt.“

Jens Julkowski-Keppler, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Ratsfraktion und Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, ergänzt: „ Radverkehrsförderung besteht nicht nur aus dem Bau neuer Radwege und weiterer Infrastruktur (z.B. Abstellanlagen), sondern auch aus dem Ausbau und der Verbesserung bereits vorhandener Radverkehrsverbindungen. Dem Rad muss eine gleichberechtigte Rolle im Straßenverkehr zukommen. Hierzu gehört auch eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 für den Autoverkehr. Derzeit läuft ein Prüfauftrag der  Stadtverwaltung, den die Koalition in Auftrag gegeben hat, mit dem Ziel, mehr Tempo 30-Zonen in der Stadt auszuweisen. Der Stadtbezirk Gadderbaum soll hier ein Leuchtturmprojekt werden.

Wir bestärken OB Clausen ausdrücklich in seinem Vorgehen, Tempo 30 für Teile der Stapenhorststraße umzusetzen. Etwas irritiert sind wir von der Abstimmung in der BZV Mitte, die in ihrer letzten Sitzung diese wichtige Aufgabe blockiert hat. Die dort getroffene  Entscheidung lässt den notwendigen Sachverstand vermissen!“