24.1.18:Die Vergessenen – Êzîd*innen im Nordirak (Fotovortrag)

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Fotovortrag und Diskussion

Mittwoch, 24.1.18; 18-20 Uhr im Literaturcafé (Neumarkt 1)

 

Êzîd*innen – überfallen, verschleppt, gequält, vergewaltigt, ermordet, Êzîd*innen auf der Flucht…

Êzîd*innen sind unsere Mitbürger*innen – doch das fortwährende Leid der Êzîd*innen im Irak und das ihrer Angehörigen hier in Deutschland ist in den vergangenen Monaten kaum mehr öffentliches Thema. Doch die Situation der Êzîd*innen in ihrem Ursprungsgebiet hat sich keineswegs verbessert.

Wir laden zu einem Fotovortrag von Liane Süßmuth-Wemhöner mit anschließender Diskussion ein.  Liane Süßmuth-Wemhöner steht im humanitären  Kontakt mit im Irak lebenden Êzîd*innen ebenso, wie mit in Deutschland lebenden Êzîd*innen aus dem staatsübergreifenden Gebiet Kurdistan.

Über ihre Erlebnisse sagt sie: „ Als der Überfall des IS auf Shingal, der Ursprungsheimat der Êzîden, geschah, war ich schockiert.  Fernsehbilder bleiben flach und fern. Die Fluchtgeschichten gingen mir nah – aber nicht nah genug. Es zog mich fort: Ich wollte wissen, verstehen und tief erfühlen, die Seele der Êzîden suchen – mitten unter Êzîden im Nordirak, in der Weite der Landschaft, in den Flüchtlingslagern und auf dem Berg Shingal.

Privat begleitete ich Freunde im Herbst 2016 in den Nordirak, besuchte Menschen in Lagern und war erschüttert: Die Menschen und das Land lassen mich nicht mehr los.  Im April dieses Jahres flog ich erneut, diesmal u.a. auch mit Auftrag von „Eziden Weltweit e.V.“ (EWW e.V.), Spendengelder zu verteilen. Die aktuelle politische Lage vereitelte mir leider einen erneuten Flug im Oktober.“

Die Veranstaltung findet in Kooperation Eziden Weltweit e.V.(EWW e.V.), Deutsche – Ezidische Freundschaft e.V. und dem Zentralrats der Eziden in Deutschland statt.