Grüne fordern bei Artendomino-Aktion in Bielefeld Politikwende für NRW

In Bonn treffen sich in diesem Monat mehr als 5.000 Delegierte zur internationalen UN-Natur- und Artenschutzkonferenz. Es geht um die Frage, wie die voranschreitende Natur-zerstörung und das dramatische Artensterben weltweit gestoppt werden kann. Auch in NRW steht etwa die Hälfte der Arten auf der Roten Liste - Tendenz steigend.

"Die Rüttgers-Regierung macht NRW zu einem denkbar schlechten Gastgeber für die Ar-tenschutzkonferenz", so Matthi Bolte von der Grünen Ratsfraktion und Kresigeschäftsfüh-rerin Marianne Weiß, bei der Artenschutz-Aktion in Bielefeld, die beide zusammen mit dem Kampagnenreferenten der NRW-Grünen Harald Schwalbe und Aktiven der Bielefelder Grünen und der Grünen Jugend durchführten. Mit der Aktion wollten die Grünen auf die Bedrohung des Artenschutzes durch den Klimawandel hinweisen. Bolte und Weiß forder-ten die Landesregierung in NRW dabei auf, eine Politikwende einzuleiten. "Die Politik von CDU und FDP läuft im Gegensatz zu ihren Lippenbekenntnissen den Zielen des Natur- und Artenschutzes zuwider und ist geprägt durch naturfeindliche Entscheidungen. Seit 2005 wurden gesetzliche Standards systematisch zurückgefahren, Finanzmittel gekürzt und die Umweltverwaltung abgebaut. So werden Artenschwund und Naturzerstörung ge-fördert und nicht gestoppt.
Deshalb fordern wir von der Landesregierung eine Biodiversitätsstrategie für Nordrhein-Westfalen mit konkreten Zielen, Zeitplänen und Maßnahmen. Dabei muss es u. a. darum gehen, die Ökolandwirtschaft konsequent und umfassend auszubauen, den Verzicht auf Gentechnik zu erklären, einen Stopp des Flächenverbrauchs umzusetzen, den Wald na-turnah umzubauen und weitere Nationalparks - als erstes den Nationalpark Senne-Egge - auszuweisen. Wie beim Klimaschutz hat NRW in der Frage des Artenschutzes eine Vor-bildfunktion. Ein konsequenter Schutz der biologischen Vielfalt beginnt auch in NRW!"
Mit freundlichen Grüßen

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