Am vergangenen Pfingstmontag beteiligte sich die Grüne Jugend Bielefeld unter dem Motto "Good Food statt Gen-Food" am der internationalen Demonstration "planet diversity - lokal, vielfältig, gentechnikfrei". Im Gepäck: 6 Großpuppen aus aus Holz, Maschendraht und Pappmaschee, mit denen die Bielefelder AktivistInnen den Kampf zwischen gutem Bio-Mais und gentechnisch verändertem Mais darstellten.

Dieses fröhliche Puppentheater hat aber einen ernsten Hintergrund. Gentechnik in der Landwirtschaft ist mit nicht tolerierbaren Risiken verbunden: wenn gentechnisch verändertes Saatgut einmal ausgesetzt ist, kann seine Verbreitung praktisch nicht mehr gestoppt werden. Die Gefahren für die KonsumentInnen sind nach wie vor ungeklärt. Und schließlich bringt Gentechnik Hunger in die Welt, weil sie gerade die Landwirtinnen und Landwirte in den Ländern des Südens in eine noch stärkere Abhängigkeit von Agrarkonzernen zwingt. Anlass der Demonstration, an der ca. 6000 Menschen teilnahmen, ist die UN-Vertragsstaatenkonferenz (CBD) zur Biodiversität in diesen Tagen in Bonn, bei der viele wichtige Weichenstellungen zum kommerziellen Umgang mit Gentechnik in der Agrarwirtschaft vorgenommen werden sollen.

 

Beim Puppentheater gewinnt natürlich das gute Bio-Essen. Ob dies im echten Leben auch gelingt, hängt nicht zuletzt von den Verbraucherinnen und Verbrauchern ab.

 

Der nächste Auftritt der Großpuppen steht übrigens auch schon fest: am 7.6. haben die BielefelderInnen beim Carnival der Kulturen die Möglichkeit, das junggrüne Puppentheater zu bewundern.
 
Ein Foto der BielelfelderInnen in Aktion fügen wir dieser Mitteilung bei. Weitere Fotos unter: http://www.gruene-nrw.de/Umwelt-und-Naturschutz.797+M59f20dcbf15.0.html

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