14. Juni 2007

Grüne an Stadtwerke: 13% weniger CO2 reichen nicht!

Der Argumentation des Gesamtbetriebsrats der Stadtwerke für das geplante Kohlekraftwerk wollen die GRÜNEN nicht folgen.
Zwar teilen sie die Intention, die Eigenerzeugung der Stadtwerke für Strom und Wärme aufrechtzuerhalten, dies müsse aber im Rahmen eines Gesamtkonzepts für nachhaltige Energieversorgung geschehen. Hier den rein öknomischen Blick zur obersten Entscheidungsgrundlage zu machen, sei nicht angemessen. Zumal selbst die Eindeutigkeit dieses Vorteils auch nach Einschätzungen beim Hearing des Stadtrats noch einmal anzuzweifeln sei.
Noch schwerer wiegt das Klimaargument. Bielefeld ist keine Insel. Wenn sich die Bielefelder Stadtwerke tatsächlich einreihen in die Phalanx der neuen Kohlekraftwerksbauer, ist eine Umsetzung selbst der bescheidensten Klimaschutzziele schlicht unmöglich.
Die von Betriebsrat und Geschäftsführung genannten 13% weniger Co2 beim neuen Kraftwerk gegenüber dem Ist-Zustand reichen jedenfalls nicht aus.
Wir fragen die Kohlekraftwerksbefürworter Stadtwerke und SPD: „Wenn Bielefeld seine Klimaschutzverpflichtungen ernstnehmen will, und nicht - wie heute - trotz aller Ökobekennntnnisse auf dem CO2-Emmissions-Stand von 1990 bleiben soll, woher soll die notwendge Reduzierung kommen, wenn die Bielefelder Antwort für die Energie von morgen ‚Strom und Wärme bei niedrigem Wirkungsgrad aus der klimaschädlichsten Quelle’ heisst?“
Aber noch besteht Hoffnung, dass die Sommerdenkpause für eine wirklich zukunftsfähige und damit auch nachhaltig wirtschaftliche Lösung genutzt wird.


f.d.R.
Marianne Weiß

 

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