Statt Materialschlacht, lieber mehr Inhalt


Pressemitteilung:
Kommunalwahlkampf 2009

Die Bielefelder GRÜNEN reagieren skeptisch auf den frühen Kampagnenbeginn der CDU für ihren Oberbürgermeisterkandidaten Bernd Landgraf. Sprecherin Lina Keppler: „Unser Eindruck ist, dass die Menschen nicht gerade darauf warten, schon ein Jahr vor der Wahl lächelnde Poli-tikerköpfe als Produkt ohne jegliche Verbindung zu kommunalen Themen zu sehen. Alle Partei-en müssten doch im Gegenteil der weit verbreiteten Skepsis gegen Politik mit Argumenten und echten Beteiligungsangeboten begegnen. Wir werden jedenfalls unser Möglichstes tun.“
Auch vor diesem Wahlkampfmarathon wollen die Bielefelder Grünen wieder den Versuch star-ten, die Mitbewerber davon zu überzeugen, die Kampagnen „ressourcenleicht“, also ohne Massen-Hauswurfsendungen, Massen-Plakatierung etc. zu gestalten. Nach der Sommerpause werden – wie schon vor den letzten Wahlkämpfen – alle Parteien eingeladen, um über eine mögliche freiwillige Selbstbegrenzung zu verhandeln. Beim letzten Mal war dieser Ansatz, zum Beispiel nur noch auf zentralen allgemeinen Werbewänden zu plakatieren, weitgehend geschei-tert. Einzig die Grünen hatten ihre Plakatierung um 1/3 reduziert und auf Hauswurfsendungen verzichtet. Da sich die Sensibilität für Material- und Energieverbrauch inzwischen aber weiter entwickelt hat, hofft die Partei darauf, diesmal mehr Erfolg zu haben.
Marianne Weiß, Geschäftsführerin und voraussichtlich grüne OB-Kandidatin ergänzt: „Auch wenn es so aussieht, als ob ich mich mit einer solchen Begrenzung ins eigene „Werbe-Fleisch“ schneide, ich bin überzeugt davon, dass die Bielefelderinnen und Bielefeldern zum Beispiel eine Grün-Spende aller Parteien für die nach den Abrissen auf dem Kesselbrink freiwerdenden Flä-chen überzeugender finden, als 500 mal Pit, Bernd, Marianne ... . Ganz ohne (Plakat-)Werbung geht’s wohl nicht, aber weniger wäre mehr. Als Wähler- und Wählerinnenentscheidungshilfe dafür, welche Partei, welche Personen besser für Bielefeld sind, wären kommunale Themenwo-chen in den Medien, viele direkte Gespräche und kleinere Veranstaltungen jedenfalls geeigne-ter.“
Mit freundlichen Grüssen
Lina Keppler, Stellvertretende Sprecherin

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