Lena Strothmann und die Altbausanierung

Handwerkspräsidentin Lena Strothmann hat sich in der vergangenen Woche öffentlich als überzeugter Fan energetischer Altbausanierung geoutet. Die Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Bundesstiftung Umwelt sei zu unterstützen. Schließlich seien angesichts steigender Energiepreise entsprechende Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll. Zudem profitierten Handwerk und Klima gleichermaßen von einer Energiesanierungsoffensive, die auch in unserer Region nötig sei. So weit, so grün, so gut.

Von der CDU-Bundestagsabgeordneten Lena Strothmann wäre doch demnach zu erwarten, dass sie sich in Berlin vernehmlich für Korrekturen an dem Päckchen einsetzt, das mal als Klimapaket der Bundesregierung gestartet ist. Nach derzeitigem Stand der Umsetzungspläne läuft die Koalition beim Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich mit ihrem Gesetzentwurf ins Leere. Nur bei Neubauten werden erneuerbare Wärmequellen vorgeschrieben - damit bleiben alle bestehenden Wohnungen außen vor. Damit verkennt die Bundesregierung die Zeichen der Zeit, denn die Preisexplosionen auf den fossilen Brennstoffmärkten treiben heute bereits immer mehr Menschen in die Energiearmut und drängen auch aus Kostengründen zum Umstieg auf erneuerbare Energien.

Wir fordern Frau Strothmann auf, sich dafür einzusetzen, dass auch im Altbaubereich die solare Wärmenutzung gesetzlich vorgeschrieben wird. Um der Sache willen hoffen wir, dass die Handwerkspräsidentin sich entsprechend einmischt.

Mit freundlichen Grüssen

Christoph Sundergeld Kreisvorstandssprecher

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