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Grüne zum gemeinsamen Kandidaten-Beschluss der Bürgernähe:
Skeptisch zeigte sich der Vorstand der Bielefelder Grünen angesichts des Beschlusses der Bürgernähe, einen gemeinsamen Kandidaten mehrerer Parteien für das Amt des O-berbürgermeisters zu suchen. Es überrascht, dass gerade die Bürgernähe, die in der lau-fenden Legislaturperiode nicht durch die Suche nach breitem Konsens aufgefallen ist, die-sen Vorschlag macht. Und: „Allein nicht SPD und nicht CDU zu sein, reicht nicht als Poli-tikangebot“, so Christoph Sundergeld, Kreisvorstandssprecher.
„Welches inhaltliche Spektrum müsste diese Person abdecken? Welche Themen, welche gemeinsamen Vorstellungen für die Zukunft dieser Stadt eint diese „Gruppe“, die von FDP über Bürgergemeinschaft, Bürgernähe, Linke bis zu den Grünen reichen sollte? Nur, dass die Bürgernähe sie unter „Klein“ subsumiert, dürfte nicht dazu genügen, mit einer gemein-samen Kandidatin, einem Kandidaten anzutreten.
Und wer sollte das sein? Die linksliberal-ökologisch-konservative...und dazu noch promi-nente Person drängt sich nicht auf.“
Marianne Weiß, Kreisgeschäftsführerin ergänzt: „Nicht ganz grundlos gibt es in der Bevöl-kerung Vorbehalte gegen alles was Parteipolitik heißt, auf die die Bürgernähe mit ihrem Vorschlag offensichtlich setzt.
Scheuklappenparteibuchpolitik und Parteilichkeit für etwas sind aber zwei Paar Schuhe. Ersteres sollte abgewählt werden, mehr von Letzterem würde die Erkennbarkeit und damit auch die Wahlalternativen für die Bielefelderinnen und Bielefelder vergrößern. Wir brau-chen mehr inhaltliches und personelles Profil als Antwort auf Wahlmüdigkeit und Parteien-verdrossenheit.“
Das Bild vom tapferen „Kleinen“ gegen „Clausen-Landgraf-Goliath“ hat Schönheitsfehler: Der Kleine wäre hier ein Chamäleon und bei den „Goliaths“ handelt es sich in beiden Fäl-len nicht um Riesen.
Dass es zu denen eine Alternative geben soll, dieser Einschätzung neigen auch die meis-ten Grünen zu und insofern werden wir uns Gesprächen zu diesem Thema nicht grund-sätzlich entziehen.“
Marianne Weiß
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