Katzenschutzverordnung für Bielefeld

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Jedes Jahr werden in Bielefeld unzählige Katzenbabies aufgefunden. Die meist sehr kranken und geschwächten Tiere stammen in der Regel von verwilderten Haus- und Streunerkatzen, die verteilt über das gesamte Stadtgebiet leben. Bisher werden diese Tiere mit viel Aufwand vom hiesigen Tierheim und engagierten Tierschützer*innen gesundgepflegt und aufgepäppelt. Dennoch überleben viele der kleinen Katzen ihre ersten Lebenswochen nicht.

Da das nicht im Sinne des Tierschutzes hinzunehmen, und auch nicht unser Verständnis vom Umgang mit Tieren ist, hat die Paprikakoalition im Juni 2017 auf Initiative von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN im Sozial- und Gesundheitsausschuss (SGA) der Stadt Bielefeld einen einstimmig verabschiedeten Antrag auf Erstellung einer Katzenschutzverordnung eingebracht.

Mittels dieser Verordnung soll Einfluss auf die unkontrollierte Vermehrung der Streunerkatzen genommen werden, indem zumindest für Freigängerkatzen mit Besitzer*innen eine Kastrations- und Registrierungspflicht eingeführt wird, da unkastrierte Freigängerkatzen nicht unerheblich zur Vermehrung der Population wildlebender Katzen beitragen. Durch diesen Eingriff erhoffen die Tierschutzvereine und wir uns eine Reduzierung und einen damit einhergehenden, höheren Gesundheitsstand bei der Streunerkatzenpopulation.

Am 10.04.2018 wurde die fertiggestellte Katzenschutzverordnung vom Veterinäramt in der Sitzung des SGA vorgestellt und einstimmig angenommen bzw. dem Rat der Stadt Bielefeld empfohlen, diese in seiner nächsten Sitzung am 26.04.2018 zu verabschieden. Damit wird die Katzenschutzverordnung dann zum 01.06.2018 endgültig in Kraft treten.

In unseren Augen ein wichtiger Schritt, um Tierleid in Bielefeld zu reduzieren.