Mehr Katzenschutz für Bielefeld!

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Jedes Jahr sterben in Bielefeld etliche freilebende, verwilderte Katzen an Unterversorgung, Krankheiten und Unfällen. Insbesondere betroffen sind dabei junge Katzen, die meist bereits schwer krank sind und oft nicht mehr gerettet werden können. Dies ist im Sinne des Tierschutzes, dem sich die „Paprikakoalition“ verpflichtet sieht, nicht weiter hinnehmbar.

Ulrike Mann, Ratsfraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN: „Die Tierschutzverbände fordern bereits seit langem, dass mehr für den Schutz von halterlosen, verwilderten Katzen getan wird, die in großer Zahl krank oder nach Unfällen im Tierheim landen und dort hohe Kosten verursachen. Das Leid und vor allem der vermeidbare Tod von vielen ungewollten jungen Katzen kann nur durch eine Verringerung des Bestands der wild lebenden Katzenpopulation erreicht werden. Ein geeignetes Mittel hierzu stellt eine Katzenschutzverordnung dar, durch die die ungewollte Vermehrung der Katzen reguliert werden soll.“

Leider ist die Population der wildlebenden Katzen in den letzten Jahren trotz der Bemühungen mehrerer Tierschutzvereine bei der Kastration von freilebenden, verwilderten Katzen in Bielefeld eher gestiegen als gesunken. Diese Entwicklung gilt es zu stoppen. Es  ist dringend notwendig, zumindest dafür Sorge zu tragen, dass Hauskatzen mit Freigang durch eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht nicht weiter zur Vermehrung der freilebenden, verwilderten Katzen beitragen. Dass dies zu einer Verminderung der Population führt, zeigen die durchgehend positiven Erfahrungen der umliegenden Gemeinden und Kreise, in denen bereits zum Teil seit Jahren entsprechende Regelungen gelten.

Michael Gugat, Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN: „Die Verordnung soll eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Hauskatzen mit Freigang beinhalten. Dabei werden die Besitzer von Katzen verpflichtet, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen, bevor sie ihnen Freigang gewähren.“

Sylvia Gorsler, SPD-Fraktion: „Die Einführung der Kastrationspflicht wird von den Tierschutzvereinen, die eine Katzenschutzverordnung ausdrücklich begrüßen, durch entsprechende Kastrationsaktionen begleitet werden. Hierbei werden wirtschaftlich schwächere Katzenhalter mit Zuschüssen durch die beteiligten Vereine bei der Kastration ihrer Tiere unterstützt.“

In der Sitzung des SGA am 20. Juni 2017 stellt die Koalition aus Bündnis 90 / Die Grünen, SPD und Bürgernähe / Piraten einen Antrag zur Erarbeitung einer Katzenschutzverordnung für Bielefeld.