Quartiere stärken, Armut bekämpfen

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Die GRÜNE Ratsfraktion hatte am 11. März zum Fachgespräch „Chancengerechtigkeit herstellen“ geladen. Über 50 GRÜNE sowie Expert*innen und Praktiker*innen diskutierten, wie Armut bekämpf werden kann. „Unsere Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir das Thema Armut über Fachgrenzen hinaus mit Expertinnen und Experten diskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen“, sagt Jens Julkowski-Keppler, Vorsitzender der GRÜNEN Ratsfraktion. Die GRÜNE Ratsfraktion hatte Mitte März zu dem internen Fachgespräch eingeladen. Im Plenum und auch in drei Workshops ging es darum, wie sich Armut in der Stadt zeigt bei den Thema Wohnen/Stadtentwicklung, Soziales und Bildung.

Die Themen der Workshops waren unterschiedliche, aber in drei Punkten waren sich alle Teilnehmer*innen einig: Um Chancengerechtigkeit näher zu kommen, sind finanzielle und personelle Ressourcen der Stadt und auch Dritter gefragt. Den Folgen von (Kinder)Armut muss interdisziplinär und dezernatsübergreifend begegnet werden. Und: Ungleiches muss ungleich behandelt werden. Das heißt,  Quartiere, Schulen oder Kitas mit vielen Arbeitslosengeld II-Bezieher*innen, Migrant*innen, Alleinerziehenden und kinderreichen Familien brauchen mehr Unterstützung als andere, die besser gestellt sind.

Am Beispiel des „Integrierten Handlungskonzepts Sieker“ konnte sehr überzeugend dargestellt werden, wie Stadtumbauprojekte Quartiere nachhaltig positiv verändern können. Durch das Zusammenwirken von Bewohner*innen, Ehrenamtler*innen, den Einrichtungen vor Ort sowie städtischen  Ämtern entstanden dort Gartenprojekte, Interkulturelle Gärten und eine funktionierende Nachbarschaft. Für weitere Quartiere kann das was dort entstanden ist, Vorbildcharakter haben.