Gemeinsame Pressemitteilung zum Modellprojekt für rückfallgefährdete Straftäter in Bielefeld

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Die Fraktionsvorsitzenden der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die GRÜNEN und FDP begrüßen das gestern vorgestellte Modellprojekt für rückfallgefährdete Straftäter, das in Kooperation zwischen der Justiz, dem Evangelischen Krankenhaus Bielefeld sowie der Polizei Bielefeld durchgeführt wird.

Das Projekt ist dazu da, Haftentlassene aus Bielefeld zu betreuen, die unter behandelbaren psychischen oder psychiatrischen Erkrankungen leiden. Die Betreuung bzw. Behandlung der Haftentlassenen findet grundsätzlich im Rahmen „aufsuchender Arbeit“ statt, eine zentrale Anlaufstelle gibt es nicht.

Mit diesen Eckpunkten trägt das Konzept allen Bedenken Rechnung, die im Jahr 2009 bei der Diskussion um ein Nachsorgekonzept für psychisch erkrankte Straftäter ins Feld geführt wurden. OB Clausen war seinerzeit gebeten worden, diese Aspekte in Gesprächen mit den Justizbehörden hinsichtlich einer Überarbeitung des ursprünglichen Konzeptes einzubringen.

Das nun vereinbarte Konzept beginnt bereits während der Haft. Dort wird Kontakt zu den in Frage kommenden Straftätern aufgenommen, sofort nach Haftentlassung werden die Betroffenen dann zu Hause, auf der Arbeitsstelle oder in Beratungsstellen aufgesucht und weiterbetreut.

Die Ampelfraktionen sind davon überzeugt, dass das nun begonnene Projekt die Sicherheit in Bielefeld verbessert und begrüßen, dass sich insbesondere die Polizei Bielefeld, neben den Justizbehörden, für eine erfolgreiche Durchführung engagiert.