Interkommunales Gewerbegebiet endlich voranbringen und Gewerbebrachen nutzen

Vor über 10 Jahren wurde ein interkommunales Gewerbegebiet an der Auffahrt Ostwestfalen-Lippe der A2 beschlossen. Bielefeld hat dort viel Geld investiert, aber bisher konnten sich nur auf den Flächen von Herford und Bad Salzuflen Gewerbebetriebe ansiedeln. Auch nur diese Gemeinden profitieren von der Gewerbesteuer, Bielefeld ist lediglich an den Kosten beteiligt. Die Stadt und die WEGE hat es in mehr als 10 Jahren nicht geschafft, alle Flächen anzukaufen und einen Bebauungsplan aufzustellen. Das ist ein Skandal. Denn diese Flächen sind wegen ihrer direkten Nachbarschaft zur A2 für Speditionen und andere, großen LKW-Verkehr erzeugende Betriebe geeignet. Statt dort endlich die Möglichkeiten zu nutzen, wurden und werden an anderer, verkehrlich völlig unzureichender Stelle wie im Gewerbegebiet am Ostring Speditionen angesiedelt, immer weitere Flächen angekauft und für Gewerbe entwickelt. Die letzte noch freie Fläche, das „Erdbeerfeld“ neben der Ostumgehung, soll nun auch geopfert werden.

 

Dr. Inge Schulze: „In Bielefeld sind durch Verlagerung oder Aufgabe von Betrieben an vielen Stellen der Stadt alte Gewerbestandorte frei geworden. Leider gibt es aber nach wie vor kein Konzept und nur geringe Anstrengungen zur gewerblichen Wiedernutzung von aufgegebenen Gewerbeflächen. Dabei ist längst nachgewiesen, dass für die Stadt jede Neuausweisung von Gewerbeflächen mit hohen Kosten und Folgekosten durch die Notwendigkeit von Erschließung und Vorhaltung teurer Infrastruktur verbunden ist. Hier muss endlich ein Umsteuern in Politik und Verwaltung erfolgen, damit dieser Irrweg beendet wird.“

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