Engagiert für den Westen


Klaus Rees will sein Direktmandat verteidigen

Wahlkreis: 8 (Siegfriedplatz)

 

Wäre seine Aufgabe vergnügungssteuerpflichtig, würde es den männlichen Spitzenkandidaten der GRÜNEN Ratsliste wohl freuen. Denn Klaus Rees ist der GRÜNE „Herr der Zahlen“, und die sind bei einer Großstadt wie Bielefeld gewaltig. Fast eine Milliarde Euro werden jedes Jahr durch den städtischen Haushalt bewegt, und in seiner Funktion als finanzpolitischer Sprecher der Fraktion scheint Klaus Rees manchmal jeden Euro einzeln zu kennen. „Das Problem ist aber natürlich nicht, dass wir so viel Geld verwalten müssen, sondern, dass wir immer noch zu wenig haben bzw. zu viel ausgeben“, sagt er und hat sofort alle wichtigen Entwicklungen parat: erfreulicher Weise ein Haushaltsüberschuss Jahr 2008, ein Haushaltsloch von mehr als 80 Millionen Euro in diesem Jahr und wenn der Haushaltsausgleich einmal geschafft ist, warten Altschulden in dreistelliger Millionenhöhe, die abgebaut werden müssen.

 

Macht es in solchen Zeiten eigentlich Haushaltspolitik noch Spaß? Klaus Rees antwortet diplomatisch: „Es ist eine Herausforderung. Und es ist spannend, weil man Prioritäten setzen muss“. Diese Prioritäten sind für den GRÜNEN Fraktionsgeschäftsführer klar: „Wir wollen im Dienste der kommenden Generationen für einen ausgeglichenen Haushalt sorgen, aber wir wollen die Stadt nicht kaputt sparen, sondern in Zukunftsbereiche investieren“. Das bedeutet vor allem Investitionen in Bildung, Schulen und Kindertageseinrichtungen. Vieles davon ist im Konsens der Fraktionen gelungen und Beobachter der Kommunalpolitik sehen Klaus Rees als die zentrale Triebkraft dahinter.

Auch den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Aufträgen zählt er zu den wichtigen Gestaltungsräumen: „Es ist uns GRÜNEN zu verdanken, dass das Technische Dienstleistungszentrum als Eigenbau der Stadt und nicht in privater Verantwortung entsteht – damit stärken wir das Bielefelder Handwerk und sichern die Arbeitsplätze in unserer Stadt“. Ein weiteres Anliegen ist dem begeisterten Dauerläufer (neun Marathons und acht Hermannsläufe hat er bereits auf seinem Konto) die Einführung eines Bürgerhaushalts: „Ich finde, die Menschen sollen mitentscheiden, wofür ihr Geld ausgegeben werden soll und wofür nicht“. Bereits 2011 soll der Bürgerhaushalt an den Start gehen.

 

Als Klaus Rees 2004 als erster GRÜNER das Direktmandat am Siegfriedplatz gewann, war das eine kleine kommunalpolitische Sensation. „Aber ich will es natürlich wieder schaffen, mit Engagement für den Westen meinen Wahlbezirk zu holen“ – die Europawahl lässt Hervorragendes vermuten: Am Siggi hatten die GRÜNEN mit 38,5 Prozent fast so viele Stimmen wie CDU und SPD zusammen!

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