21.4.: GRÜNES Kino mit Omid Nouripour


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Ein Taxi fährt durch die lebhaften, farbenfrohen Straßen Teherans und die unterschiedlichsten Menschen steigen ein und aus. Auf dem Weg werden sie von ihrem Fahrer interviewt und sagen ihm offen, was sie denken. Es entstehen heitere, aber auch dramatische Situationen. Am Steuer sitzt niemand anderes als der iranische Regisseur Jafar Panahi, das Geschehen ist zum großen Teil nicht inszeniert. Gefilmt wurde im Auto mit einer fest montierten Kamera – doch trotz der statischen Perspektive entfaltet sich eine thematische Vielfalt, die über die Grenzen des Vehikels weit hinausreicht. Erzählt wird von Armutskriminalität, Aberglaube, dem Filmemachen selbst und vom iranischen Regime, das Menschen wie Panahi inhaftieren lässt und mit Berufsverbot belegt.

Taxi Teheran-WebDer Film „Taxi Teheran“ beschreibt eindrücklich die Lebenswirklichkeit der Menschen im Iran. Nach wie vor ist die innenpolitische Lage sehr kritisch: Manipulationsvorwürfe bei Wahlen, die geistliche Führungsrolle, staatliche Missachtung von Menschenrechten, von Presse- oder Meinungsfreiheit.

Wie steht es um Bürger- und Menschenrechten, mit Armut und Kriminalität im Iran? Wie weit reicht die staatliche Willkür? Und wie sieht der Alltag der Bevölkerung aus? Über diese und andere Aspekte möchten wir im Anschluss an den Film mit Omid Nouripour, dem außenpolitischen Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion, diskutieren. Omid Nouripour ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, außerdem stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss und im Unterausschuss für Auswärtige Kulturpolitik.

GRÜNES Kino „Taxi Teheran“

Danach: Diskussion mit Omid Nouripour (MdB)

21.4.16, 19 Uhr, Lichtwerk

Karten können über das Lichtwerk reserviert werden.