AKW-Stresstest: Grohnde-Betreiber müssen Konsequenzen ziehen

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GRÜNE fordern regionale Konsequenzen aus europäischer Mängelanalyse

„Bisher wurde das AKW-Grohnde immer als eine der verhältnismäßig sichersten Anlagen des Landes bezeichnet, das kann spätestens nach den Ergebnissen des europäischen Stresstests nicht mehr behauptet werden” sagt Bernd Ackehurst, Sprecher der Bielefelder GRÜNEN. Er und seine Partei fordern von den Betreibern des AKW (beteiligt sind auch die Bielefelder Stadtwerke mit 16,7%) rasche Konsequenzen aus dem festgestellten Mangel am Erdbe-benschutz.

Fraktionsvorsitzende Lisa Rathsmann-Kronshage: „Es darf auf keinen Fall sein, dass die notwendigen Schutzinvestitionen in das von der EU-Kommission geforderte Erdbeben-warnsystem auf die lange Bank geschoben werden, wenn das Kraftwerk weiter laufen soll. Die Sicherheit der Bevölkerung – durch den Betrieb eines Atommeilers schon per se mit einem erhöhten „Restrisiko” versehen – hat oberste Priorität.”

Dass es – wie der Test gezeigt hat – anderswo noch mehr Mängel und Gefahren gibt, dass keines der europäischen AKWs ohne Mängel ist, ist weder Trost, noch Beruhigung, sondern vor allem Ansporn zu einem schnellen Ausstieg aus dieser gefährlichen Energieerzeugung mit ihrem völlig ungelösten Abfallproblem. Der Stresstest hat uns GRÜNE darin bestätigt, auch bei der internationalen Energiewende am Ball zu bleiben. Japan, Spanien und andere Aussteiger zeigen, dass Deutschland keineswegs allein ist auf diesem Weg.

Bernd Ackehurst: „In Bielefeld und in der Region sind wir gefordert, Grohnde solange es läuft, so sicher wie irgend möglich machen und auf der anderen Seite Energieeffizienz, Energie-sparen und die Erneuerbaren energisch voranbringen.”