Freibad Gadderbaum: Grüne gegen Sofortabriss für mehr Zeit, um Rettungsoptionen zu entwickeln


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Beschluss der Mitgliederversammlung am 26.2.13
Kein Sofortabriss – faire Prüfung aller Rettungsoptionen in einem transparenten Verfahren

Die Mitgliederversammlung der Bielefelder GRÜNEN appelliert an die Ratsfraktion, sich bei der anstehenden Befassung des Rates und seiner Gremien dafür einzusetzen, das Gadderbaumer Freibad in diesem Jahr nicht abzureißen und somit den vielfältigen Rettungsversuchen für das Bad noch eine Chance zu geben.

Es braucht Zeit, mehr als die drei Monate, die im BBF-Aufsichtsrat beschlossen wurden, um die auf dem Tisch liegenden Sanierungsalternativen zu prüfen. Ebenso müssen alle ins Gespräch gebrachten Alternativen zu einer städtischen Finanzierung überprüft werden, was bis heute nicht geschehen ist. Wir sind uns darüber im Klaren, dass es angesichts der Haushaltslage keinesfalls um die städtische Finanzierung einer Komplettsanierung gehen kann. Das Aus für das Bad kann nur abgewendet werden, wenn alternative Finanzquellen erschlossen werden können. Das ist im aktuell vorgesehenen Zeitplan nicht zu schaffen.

Das Freibad Gadderbaum hat in der Bielefelder Bevölkerung eine breite Unterstützung. Das zeigen nicht zuletzt die mehr als 8000 Unterschriften, die bis heute für das Bad abgegeben wurden, sondern auch das angjährige Engagement des Fördervereins „Freibad Gadderbaum e.V.”

Angesichts des auf breitester Basis getragenen Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2010, der den Erhalt der Freibäder in Gadderbaum und Schröttinghausen mit dem Ziel der Sanierung bekräftigte, ist die Stadt mit in der Pflicht, nach einer Lösung zu suchen.

Die Verantwortung, in 3 Monaten alternative Finanzierungen/Ko-Finanzierungen zu finden, darf nicht allein dem Förderverein obliegen. Wir erwarten, dass sich alle politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger unserer Stadt konstruktiv an diesem Prozess beteiligen

Der vor uns liegende Diskussionsprozess erfordert ein Maximum an Transparenz. Alle Daten, Fakten und Vorlagen müssen auf den Tisch und einer breiten Öffentlichkeitzugänglich gemacht werden. Die politische Debatte muss ebenso wie die Fachdiskussion öffentlich geführt werden.

Am Ende dieser Diskussion muss die Politik im Stadtrat als demokratisch legitimiertem und öffentlichem Gremium die endgültige Entscheidung treffen.

Die Bielefelder GRÜNEN stellen fest: Allein der inklusive Ansatz des Bads, der nicht ohne weiteres auf umliegende Bäder übertragen werden kann, ist ein zentrales Argument für das Gadderbaumer Freibad! Das Bad nimmt darüber hinaus auch eine wichtige soziale und kulturelle Funktion für den Stadtteil ein. Das beeindruckende Engagement im Stadtteil ist für uns zudem Ansporn, trotz der dramatisch schlechten Haushaltslage nach einer Alternative zum Abriss zu suchen.

 

Beschluss Grüne Mitgliederversammlung 26.2.2013

47 Ja, 5 Nein 6 Enthaltungen