Kasernen zu Wohnungen

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Großes Potenzial: Kaserne an der Detmolder Straße.

Pressemitteilung der Rats-Kooperation zum Abzug der britischen Streitkräfte: „Chancen für Stadtentwicklung nutzen“

Durch den Abzug der britischen Rheinarmee aus Bielefeld werden dieletzten großen Konversionsflächen in Stieghorst und Sieker für städtebaulicheNutzungen frei. Wir wollen die Chancen nutzen, die sich dadurch für dieStadtentwicklung ergeben. Seit knapp fünf Jahren gibt es einen breitaufgestellten Beteiligungsprozess, bei dem Planungen für die freiwerdendenFlächen diskutiert und konkretisiert werden sollen. Denn: Bielefeld wächst undwir brauchen dringend Flächen für den Bau von bezahlbarem Wohnraum und fürschonendes Gewerbe. Für die Catterick-Kaserne gibt es bereits erste Entwürfeder Fachhochschule, die ein großes Potential für eine städtebauliche Aufwertungdes Stadtteils aufzeigen.

Georg Fortmeier, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion dazu: „Wirbrauchen bezahlbaren Wohnraum in dieser Stadt. Die Standorte bieten knapp 40Hektar Fläche und wir wollen Stieghorst und Sieker weiterentwickeln. Dazubrauchen wir als Stadt die Gestaltungshoheit über diese Flächen. Deshalb wollenwir als Stadt das Erstzugriffsrecht ausüben, um diese Möglichkeiten zu nutzen.“Jens Julkowski-Keppler, Fraktionsvorsitzender der Grünen-Fraktion weiter: „Diebeiden Konversionsflächen sind von großer Bedeutung für eine integrierteStadtentwicklung. Dort kann Wohnen und Arbeiten qualitätsvoll entwickeltwerden. Die Catterick-Kaserne kann durch eine Verlängerung der Stadtbahn-Linie 2optimal erschlossen werden. Die Rochdale-Kaserne könnten wir zügig mitWohnungsbau starten.“ „Für uns kommt es deshalb überraschend, dass dieBundespolizei nun plant ein Ausbildungszentrum dort zu errichten. Das würde diePläne für eine sinnvolle städtische Entwicklung stoppen und“, so Christian Heißenberg,Ratsmitglied für die Gruppe Bürgernähe/Piraten, „den langen bürgerschaftlichenBeteiligungsprozess ad absurdum führen.“ Michael Gugat, Ratsmitglied für dieLokaldemokratie in Bielefeld, weiter: „Dass der Bund sich hier gegen die Stadtund ihre Einwohner*innen stellt ist unverständlich. Hier vor Ort können wir ambesten einschätzen, was für uns notwendig und gewünscht ist.“

Aus Sicht der Kooperation ist ein möglichst breit getragenesöffentliches Signal des Rates in Richtung der Entscheidungsträger bei derBundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und dem Bundesministerium desInnern notwendig, um die Position der Stadt deutlich zu machen. DieStadtverwaltung ist ebenfalls aufgefordert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen,um so schnell als möglich die Flächen zu übernehmen, damit die guten Planungenfür Bielefeld umgesetzt werden können.