Kultur stärken

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Nordrhein-Westfalen hat ein Kulturfördergesetz – als erstes Bundesland. Allerdings kommt mit dem Gesetz nicht automatisch mehr Geld. Bei einer Podiumsdiskussion Anfang Juni im Atelier des Bundesverbands Bildender Künstler (BBK) OWL hat Oliver Keymis, kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, dennoch für das Gesetz geworben. „Das Gesetz ist ein Schutzkorridor, hinter den man nicht zurück kann, und es ist ein Arbeitsauftrag für die nächsten Jahre“, sagte Oliver Keymis und erklärte den gut 30 Gästen, wie das Gesetz die Grundsätze der Landeskulturpolitik festlegt und für mehr Klarheit, Zielorientierung, Transparenz, Teilhabe und Planungssicherheit sorgt.

Die zwei anderen Podiumsgäste – Stadtbibliotheksdirektor Harald Pilzer und Harald Otto Schmid vom Alarmtheater – begrüßten, dass das Gesetz die Kultur stärkt und kulturelle Bildung als Säule der Landeskulturförderung verankert. Bei ihnen überwog aber die Skepsis. Harald Pilzer vermochte nicht zu sagen, ob Bielefeld vom neuen Instrument „Fördervereinbarung“ profitieren könnte. Diese Vereinbarung soll Kultureinrichtungen von hoch verschuldeten Kommunen sichern.

Harald Otto Schmid zeigte sich zurückhaltend hinsichtlich der einfacheren Förderrichtlinien: „Weniger Zeit für die Abrechnung von Projekten – das glaube ich erst, wenn ich es erlebe“. Oliver Keymis ist sich dagegen ganz sicher, dass die freie Szene profitieren wird. Und er rechnet damit, dass Kultur an Bedeutung gewinnt. Das werde sich auch im Gesetz niederschlagen – schließlich ist da noch der Arbeitsauftrag.