Lutter-Sanierung: CDU auf abenteuerlichen Wegen; GRÜNE lehnen Baustopp ab!

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DSCN0643Die Forderung der CDU nach einem Baustopp bei der Lutter-Sanierung ist absurd. Richtig ist, dass nach einem Computerfehler bei der Datenerfassung und den neuen Berechnungen für den bevorstehenden 2. Bauabschnitt  offensichtlich ein zusätzliches Beckenvolumen für das Regenrückhaltebecken erforderlich wird. Die laufenden Sanierungsarbeiten (1. Bauabschnitt) sind von der fehlerhaften Berechnung in keiner Weise betroffen und müssen natürlich weitergeführt werden. Die Forderung der CDU nach einem sofortigen Baustopp ist nicht nur populistisch, sondern zudem noch leichtsinnig, weil der Kanal wegen Einsturzgefahr dringend saniert werden muss.

Ein größeres Regenrückhaltebecken wird zweifellos erhöhte Kosten verursachen. Abschreibungen wie die CDU weißmachen will, spielen dabei aber keine Rolle. Denn Abschreibungen (Wertminderungen während der Nutzungszeit) erhöhen nicht die Baukosten. Das sollte gerade eine Partei wissen, die immer den Wirtschafts-Sachverstand für sich beansprucht!

Die beiden möglichen Varianten (offene Bauweise und Abholzen der Platanen oder eine Inliner-Sanierung) werden von der Verwaltung in der nächsten Sitzung mit einer Vorlage nochmals dargestellt. Sie müssen sorgfältig abgewogen werden.

Rainer Hahn, Mitglied des Betriebsausschusses: „Dabei spielen nicht allein die Kosten eine Rolle, sondern selbstverständlich auch der Wert der einmaligen Platanenallee für die Bielefelder und zudem die Möglichkeit, die Lutter in diesem Bereich offen zu legen.“

Jens Julkowski-Keppler, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Ratsfraktion: „Leider versucht die CDU aus einer sicherlich gravierenden technischen Panne, die wir sehr bedauern, mit unlauteren Mitteln politisches Kapital zu schlagen. Auch wir erwarten die Aufklärung der Vorkommnisse um das aufgetretene Software-Problem, insbesondere die Frage, ob der Verursacher in Haftung genommen werden kann. Auch wünschen wir uns für die Zukunft bei ähnlich gelagerten Fällen eine frühzeitigere und transparente Informationspolitik der Verwaltung. Aber wir gehen davon aus, dass zur nächsten Sitzung des Betriebsausschusses Umweltbetrieb alle Kriterien auf dem Tisch liegen, die eine fundierte Entscheidung zur Realisierung des 2. Bauabschnitts der Lutter-Sanierung ermöglichen.“