Baumschutzsatzung für Bielefeld

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Hearing zur #Baumschutzsatzung, am 30.10. im Historischen Museum: Es war eine tolle Veranstaltung!

Die Erfahrungen aus den Städten Gütersloh, Münster und Kassel waren ausgesprochen informativ. Klar wurde: Die Bürger*innen brauchen bei der Einführung eine verlässliche Lösung – nicht eine, die gleich bei den nächsten Wahlen wieder gekippt wird. Die Politik sollte sich also auf breiter Basis einig werden.

Die Vorteile verdeutlichte Kassel sehr anschaulich: Der Baumbestand wird gesichert und die Wertschätzung des Grüns erhöht. Die Satzung wird in Kassel nicht als Gängelung wahrgenommen, sondern gehört mittlerweile „zum guten Ton der Stadt“. Die Befürchtung eines Teils der Bielefelder Politik, die Einführung einer Satzung würde zu wahren Fällwellen führen, konnten die Kasseler nicht bestätigen. Im Gegenteil: Nach der Einführung der Satzung sind deutlich weniger Fällungen zu verzeichnen. Das hat zum einen mit der Erhöhung der Wertschätzung zu tun, zum anderen machen Baumberatungen durch die Verwaltung vor Ort manche Fällung überflüssig. Oft reicht beispielsweise schon eine Baumpflege, um die drohenden Gefahren durch Totholz in der Krone für die nächsten Jahre zu beseitigen.

Folgenden Spruch von gestern möchten wir Euch gerne mit auf den Weg geben – falls Ihr mal wieder jemanden meckern hört: „Laubfall im Herbst ist die natürliche Lebensäußerung der Bäume“.

Vielen Dank an alle Besucher*innen und die Organisatoren! Nun geht der Ball wieder zurück an die Politik. Wir werden weiter für eine baum- und bürgerfreundliche Baumschutzsatzung für Bielefeld werben und hoffen auf einen breiten politischen Konsens!