Der Johannisberg auf dem Weg der Umgestaltung

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Einige Bäume mußten ihr Leben lassen – aber dafür gibt es wieder einen freien Blick auf die Burg…Die jetzige Gedenkstätte & die alte Allee…Ein kurze Lagebesprechung zum Thema StadtParkLandschaft & der Mann vom Umweltamt in seinem natürlichen Habitat.

Anlässlich eines Besuches vor Ort informierten sich die GRÜNE Ratsfraktion sowie OB-Kandidatin Marianne Weiß am 4. 5. 2009 auf dem Johannisberg über die Planungen im Zusammenhang mit der Realisierung der StadtParkLandschaften. Bei einem Rundgang erklärte Klaus Frank (Umweltamt) die vorgesehene Neugestaltung der Parkanlagen und der Parkplätze.

Im Zuge der Umgestaltungen möchten die GRÜNEN erreichen, dass eine würdige Gedenkstätte für die Zwangsarbeiter/innen geschaffen wird, die in den Jahren 1942-1945 im Lager „Bethlehem“ sowie einem weiteren Lager untergebracht waren. Obwohl die Lager lediglich für 400 Menschen errichtet worden waren, mussten dort zeitweise mehr als 1.000 Menschen leben. Bei den Zwangsarbeiter/innen, die vornehmlich aus der Ukraine und Weißrussland kamen, handelte es sich hauptsächlich um Menschen, die bei der Firma Dürkopp arbeiten mussten. Bisher erinnert lediglich ein im Jahr 1989 errichteter Gedenkstein mit Plakette an diese unrühmliche Vergangenheit des Johannisbergs.

Die auf Einladung der GRÜNEN anwesenden Mitglieder des Arbeitskreises Zwangsarbeit bekundeten ihr starkes Interesse, in den weiteren Planungsprozess einbezogen zu werden. Sie wollen erreichen, dass durch eine entsprechend gestaltete Gedenkstätte die Geschichte der Zwangsarbeiterlager der Öffentlichkeit besser als bisher zur Kenntnis gebracht wird. Die GRÜNEN machten deutlich, dass sie dieses Anliegen nachhaltig unterstützen werden.

Ebenfalls teilgenommen am Besuch auf dem Johannisberg hat die Schülerin Stefanie Sprotte (Bosseschule), die bei einer Diskussionsveranstaltung an ihrer Schule, den Besuch angeregt hatte.