Kein Verständnis für Engagement des Klinikums Bielefeld beim Spielerkauf!

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Auf großes Unverständnis und Ablehnung stößt bei der GRÜNEN Ratsfraktion die Beteiligung der 100%igen städtischen Tochtergesellschaft Klinikum Bielefeld am Transfer von zwei Spielern für den Kader von Arminia Bielefeld.

Wie von den Medien heute berichtet, hat sich das Klinikum mit einem „sechsstelligen Betrag“ an dem Spielerkauf beteiligt. Als Gegenleistung hat sich der 2. Liga-Verein dem Vernehmen nach verpflichtet, seine Spieler künftig beim Klinikum behandeln zu lassen.

In Anbetracht der prekären Finanzlage des Gesundheitssektors und insbesondere der Krankenhäuser einerseits und der katastrophalen Situation der städtischen Finanzen andererseits ist es nach Ansicht der GRÜNEN niemandem zu vermitteln und auch nicht nachvollziehbar, dass sich das städtische Klinikum als Sponsor eines kommerziellen Sportvereins betätigt. Aus diesem Grunde lehnt die Ratsfraktion dieses Engagement mit Entschiedenheit ab.

Fraktionsvorsitzende Dr. Inge Schulze: „Offensichtlich wurde die Entscheidung ohne Beteiligung des Aufsichtsrates getroffen. Wir fragen uns, ob der Geschäftsführer, Dr. Kramer, eine solche weitreichende Verbindlichkeit, die sich auf den Wirtschaftsplan auswirkt, in eigener Verantwortung treffen kann. Des weiteren stellt sich natürlich die Frage, wer letztendlich die Zeche zahlt, denn aufgrund der Gesellschafterstruktur müsste letztlich die Stadt Bielefeld eintreten, wenn sich durch die übernommenen Verpflichtungen ein Fehlbetrag bei den Kliniken ergeben würde. Am besten wäre es, wenn Herr Dr. Kramer in Würdigung aller Argumente entscheiden würde, den Vertrag mit Arminia Bielefeld nicht zu unterschreiben!“