Masterplan Innenstadt: Bürgerbeteiligung mit frischen Ideen statt verschlossenen Türen!

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Nach der ersten Runde des Masterplan-Verfahrens mit den Gremien Standortkonferenzen, Innenstadtforum und „Arena” sehen die GRÜNEN erheblichen Nachbesserungsbedarf. Wenn das Projekt zu dem von allen gewünschten Erfolg einer verbindlichen Zielbestimmung auf der Grundlage breiter öffentlicher Diskussion führen soll, dann müssen die Rahmenbedingungen dringend geändert werden.

Marianne Weiß, Mitglied der Lenkungsgruppe für den Masterplan: „Sowohl die räumlichen Zuschnitte für die Standortkonferenzen als auch die Zusammensetzung des Innenstadtforums müssen noch einmal überprüft werden. Echte Problempunkte wie die Ausweitung der Einzelhandelsnutzung bis zur Feilenstraße oder die Zukunft des Neumarkts mit angrenzender „Alter Post” spielen derzeit keine Rolle, Initiativen von AnwohnerInnen und Gewerbetreibenden beispielsweise aus der Wilhelmstrasse können sich zurzeit nur in der großen Arena wie alle anderen von der Planung weniger betroffene Bielefelderinnen und Bielefelder beteiligen. Das passt nicht.”

Jens Julkowski-Keppler: „Wir haben bisher sehr viel Skepsis gegen diesen neuen Anlauf für bessere verbindliche Stadtentwicklung und Planung erlebt. Immer wieder kam das Argument, es sei ja schon alles gesagt, nun müsse einfach gehandelt werden. Und wichtige Akteure fühlen sich ausgeschlossen. Das muss man ernst nehmen. Denn nur mit Engagement und breiter Beteiligung kann ein so aufwändiges Verfahren wie ein Masterplan gelingen.”

Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass sich alle Beteiligten zeitnah zusammensetzen und beraten, wie der Prozess mit höherer Akzeptanz und besserer Bürgerbeteiligung fortgesetzt werden kann.