Spielend Deutsch fördern

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veras iphone 118.1GRÜNE haben ein Sprachcamp der AWO besucht und waren begeistert. Dort festigen und verbessern Kinder ihre Deutschkenntnisse, damit die in den langen Ferien nicht verloren gehen.

Botschaften in Geheimschrift, Unterwasser- und Sandvulkane, Autos mit Ballonantrieb und Fragen wie bespielweise, was mit einem rohen Ei passiert, wenn man es in Essig oder Salzwasser legt. Langweilig wurde es den fast 40 Grundschüler*innen in den zweiwöchigen Sprachcamp der AWO nicht. Davon konnten sich die GRÜNEN Politikerinnen überzeugen als sie im Juli die Abschlussveranstaltung des Sprachcamps in der Bückardtschule besuchten. „Das ist ein vielfältiges Programm, wo Deutsch lernen, spielen, experimentieren und sich bewegen wunderbar aufeinander abgestimmt sind“, sagte Hannelore Pfaff, Mitglied im Rat und im Schul- und Sportausschuss.

Die AWO bietet in den Sommer- und Herbstferien acht Sprachcamps für insgesamt 320 Kinder mit Mirgrationshintergrund an, für die Deutsch nicht die Erst- sondern Zeitsprache ist. Die Kinder festigen in den Camps ihre Deutschkenntnisse und haben nach den Ferien einen leichteren Einstieg in den Schulalltag. Davon profitieren auch Lehrer*innen und OGS-Mitarbeiter*innen. Ebenso wie die Eltern. Sie werden bei der Betreuung ihrer Kinder in den Ferien unterstützt.

„Die Camps bringen viel“, versicherte Projektleiterin Janette Georgi den GRÜNEN Politikerinnen. Die nachhaltige Wirkung des Programms sei zwar noch nicht in wissenschaftlichen Studien belegt, aus den Schulen kämen aber ausschließlich positive Rückmeldungen: Die Kinder hätten mehr Freude am Lesen, sie sprächen mehr und besser Deutsch und sie könnten besser schreiben.

10 Euro zahlen die Eltern pro Kind für zehn Tage Sprachcamp mit Frühstück und Mittagsessen. Wer die nicht aufbringen kann, kann Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket bekommen. Finanziert wird das Programm vom Land NRW (80 Prozent) und der AWO (20 Prozent). Weil das Land die Mittel immer sehr spät und auch nur für ein Jahr bewilligt, hat der Träger keine Planungssicherheit und kann erst sechs Wochen bevor die Sprachcamps beginnen dafür werben. Das ist zu kurzfristig – gerade am Ende des Schuljahres, wenn viele Lehrer*innen vor allem mit Noten und Zeugnissen beschäftigt sind.

„Wir als GRÜNE Fraktion sollten überlegen, wie wir die AWO bei ihrem Bemühen um mehr Planungssicherheit unterstützen und wie wir die Sprachcamps absichern können“, sagte Hannelore Pfaff. In einem ersten Schritt will sie erreichen, dass Janette Georgi in den Schulausschuss eingeladen wird und die Mitglieder über das Programm informiert. Vielleicht bringt sie dann ja den Inhalt des Zellkastens mit, der die GRÜNEN Politikerinnen bei ihrem Besuch so beeindruckte. „Frau Georgi hat den verschnürten Zettelkasten mit uns geöffnet und die anonymen Bewertungen der Kinder gelesen. Es gab nur positive“, erzählt Hannelore Pfaff. „Ich bin mir sicher, dass die Kinder aus den Sprachcamps viel mitnehmen: Spaß zum Beispiel, sich weiter auf die deutsche Sprache einzulassen“.