Presse » Aktuelles


Öffentlicher Raum für alle – Bielefeld kann Flair!

Veröffentlicht am

Kerstin Haarmann (GRÜNE Oberbürgermeisterkandidatin) hat es ausprobiert – es gibt Platz für Außengastronomie. Darüber hinaus haben andere Städte gezeigt was noch so geht: Pop-up bike lanes, Laufstrecken und so weiter…

Pressemitteilung Kerstin Haarmann (Oberbürgermeister Kandidatin)

Die GRÜNEN wollen die Chance der Corona Krise nutzen, um die Bielefelder Innenstadt attraktiver zu gestalten. Sie fordern in der Stadt mehr Platz für die Freizeitgestaltung der Bielefelderinnen durch die Nutzung öffentlicher Flächen für Kultur und Sport und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität von Anwohnern und Gästen durch mehr Platz fürs Rad und mehr Fläche für die Aussengastronomie.

„Kreative Ideen sind gefragt, wie die Bielefelder ihre Stadt zurückerobern können und wie die örtliche Wirtschaft hiervon profitieren kann“ fordert die designierte GRÜNE Oberbürgermeisterkandidatin Kerstin Haarmann „Hierzu gehören neben Pop-up bike lanes und Laufstrecken auf Straßen auch die – zumindest zeitweise – Nutzung von Parkplätzen und Straßenraum für eine erweiterte Außengastronomie. Die stark betroffene Gastronomiebranche braucht eine Perspektive um trotz Einschränkungen wieder mehr Menschen bedienen zu können. Mit temporärer Straßenmöblierung kann das Bielefeld Flair geben in diesen Sommer, wenn für viele Menschen Urlaubsreisen nur sehr eingeschränkt möglich sind“ so Haarmann. Andere Städte, wie z.B. Berlin, haben dies nach Ansicht der GRÜNEN längst erkannt. Dort habe das Bezirksamt Friedrichshain Kreuzberg die Gastronomen aufgefordert, ihre Wünsche für Erweiterungsflächen anzumelden. Es werde geprüft, wo Parkplätze und Quartiersstraßen von Freitag mittag bis Sonntag abend gesperrt und genutzt werden könnten.

Jens Julkowski-Keppler, Fraktionsvorsitzender: „Wir wollen der Gastronomie helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Es geht aber auch um eine Perspektive für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf öffentlichen Flächen ohne Konsumzwang. Auf der Wilhelmstrasse gab es bereits eine erfolgreiche Premiere!“


GRÜNE: Kritik an Haltung der Brackweder CDU zu öffentlichen Moschee-Gebet

Veröffentlicht am

Am 17. April 2020 fand in Bielefeld eine gemeinsame Aktion der Angehörigen christlichen, der muslimischen und jüdischen Glaubens statt. Zur gleichen Zeit läuteten die Glocken der christlichen Kirchen, in der Synagoge wurde gebetet und auch in mehreren Moscheen, darunter der Brackweder Vatan-Moschee, wurde das Adhan-Gebet gesprochen und per Lautsprecher nach draußen übertragen. Die gemeinsame Aktion fand zur gleichen Zeit statt und dauerte ca. 10 Minuten. In seiner an diesem Tag veröffentlichten Corona-Botschaft wies der OB darauf hin und begrüßte diese einmalige (!) Aktivität.

… Zum Beitrag


Familien im Fokus

Veröffentlicht am

Kinder und Familien brauchen in diesen Zeiten unsere volle Aufmerksamkeit. Kitas und Schulen sind auch nach den Öffnungen noch lange nicht im Regelbetrieb. Bildung und Betreuung finden daher auch jetzt noch hauptsächlich im heimischen Wohnzimmer statt. Und wird auch eine Weile noch so bleiben. Für Eltern, und hier nach wie vor insbesondere Mütter, bedeutet das einen aufreibenenden Spagat zwischen zwei Welten, die schwer miteinander vereinbar sind.

Die schrittweise Öffnungen mit rollierendem Unterricht, Distanzlernen und Homeschooling verstärkt Bildungsungerechtigkeiten. Daher müssen wir vor allem die Schüler*innen im Blick behalten, die unter widrigen Bedingungen lernen müssen. Ebenso wie die Kinder mit Förderbedarf. Sie und ihre Familien sind gerade besonders betroffen – und werden in der aktuellen Debatte oft übersehen. Aber auch Lehrer*innen und Schulen brauchen Unterstützung, damit sie in der aktuellen Situation nicht alleine dastehen. Die Corona-Pandemie schafft für alle eine neue Situation. Daher müssen wir voneinander lernen und gute Praktiken finden und verbreiten.

Die Probleme von Kindern, Jugendlichen und Familien sind vielschichtig und brauchen eine Reihe von Maßnahmen. Die Spielplatzöffnungen, die wir schon früh angemahnt haben, sind ein erster Schritt, um Kindern Raum zum Spielen zu bieten – aber das reicht noch nicht. „Kinder und Familien müssen jetzt im Fokus stehen“, fordert Kerstin Haarmann und betont: „Familien brauchen unsere volle Aufmerksamkeit und Maßnahmen, die ihnen helfen den Alltag zu meistern. Wir müssen allen Kindern einen Zugang zu Bildung ermöglichen und nicht neue Ungerechtigkeiten schaffen. Jetzt sind Familien und Kinder dran.“

Politik muss jetzt diese Maßnahmen auf den Weg bringen und mit Transparenz Perspektiven und Planungssicherheit bieten. Dazu gehören der weitere Erlass der Kita- und OGS-Gebühren und die Schaffung eines Nothilfefonds für Familien mit Kindern um kurzfristige Engpässe zu überbrücken. Zudem muss es verlässliche Betreuungsangebote in den Sommerferien geben.

Kinder haben ein Recht auf Bildung. Damit sie das wahrnehmen können, müssen wir Familien, Schulen und Kitas unterstützen. Zum einen prüft die Stadt nach einem entsprechenden Antrag von uns, wie sie Kindern unbürokratisch helfen kann, wenn ein Endgerät oder der Internetzugang fehlt. Und zum anderen wollen wir Schulen und Kitas dabei ermutigen, gute Praktiken auszutauschen und aus guten Erfahrungen zu lernen.

Es gilt, nicht aus dem Blick zu verlieren, dass Sorge-Arbeit in den Familien oft Frauen tragen. Christina Ossei (Ratsmitglied und Gleichstellungspolitische Sprecherin) fordert: „ Politik und Arbeitgeber*innen müssen aufpassen, dass Frauen nicht die großen Verliererinnen dieser Krise werden – Gleichstellung geht uns alle an.“

Wir GRÜNE fordern daher, eine Priorisierung der vielschichtigen Problemlagen die sich für Kinder, Jugendliche und Familien in der Krise stellen. Dies muss auf allen Ebenen der Politik (Bund, Land und Kommune) geschehen.

Für Bielefeld wünschen wir uns:

  • Kinder mit Förderbedarf in den Fokus und wieder Schulbegleitung im vollen Umfang, wo Eltern das wünschen.
  • Unbürokratische Hilfe, damit alle Kindern so ausgestattet sind, dass sie auch Zuhause lernen können.
  • Schaffung eines Nothilfefond für Familien mit Kindern
  • Austausch in Schulen über gute Praktiken
  • Freizeit und Betreuungsangebote in den Sommerferien


Catterick-Kaserne ist groß genug! – GRÜNE für städtische Nutzung

Veröffentlicht am

Nachdem die Bundespolizei schriftlich erklärt hat, auf der Fläche der Catterick-Kaserne an der Detmolder Str. zeitlich befristet ein Ausbildungszentrum einrichten zu wollen, fordern die GRÜNEN jetzt Klarheit über deren Flächenbedarf. Denn das Gelände der ehemaligen Kaserne ist fast 40 ha groß und ermöglicht parallel weitere Nutzungen.

… Zum Beitrag


14.5. Webinar: Pflege – Jetzt und in Zukunft

Veröffentlicht am

Gepflegt werden oder selbst pflegen – Menschen, die eines von beiden betrifft, sind in einer ganz besonderen Situation. Mit Pflege geht häufig ein Verlust von Selbstbestimmung, Einsamkeit und Überlastung einher. Die Corona-Maßnahmen haben diese Situation noch verschärft. Wie ist die Situation von Betroffenen in diesen Tagen? Welche Verbesserungen können wir (kommunal) erreichen.

Die designierte GRÜNE OB-Kandidatin Kerstin Haarmann spricht mit Maike Horstbrink, Geschäftsführerin des Hauspflegeverein Bielefeld und interessierten Gästen über diese und weitere Punkte im Webinar am Donnerstag, 14.5., 18 Uhr. Interessierte können sich hier anmelden.


Radentscheid: Wertvolle Unterstützung der Mobilitätswende!

Veröffentlicht am

Nach Prüfung durch das städtische Rechtsamt und einen externen Juristen kommt die Verwaltung zu der Einschätzung, der Radentscheid sei aus verschiedenen Gründen unzulässig. Über die rechtliche Zulässigkeit kann man sicherlich unterschiedliche Meinungen haben und eine letztendliche Klärung wird sicherlich nur durch ein Gerichtsurteil zu erreichen sein.

… Zum Beitrag


Haarmann: Spielplatzöffnung überfällig

Veröffentlicht am

Kinder sind im besonderen Maße betroffen von dem Maßnahmen zur Eindämmung von Corona. Während es in einigen Bereichen Lockerungen gab, gibt es für Kleinkinder keine Verbesserungen.

„Mir ist es unverständlich, dass Geschäfte aller Art nun öffnen, man im Gegenzug aber vergisst die Situation der Kinder zu verbessern. Die nun grundsätzlich geplante Öffnung von Spielplätzen ist ein längst überfälliger Schritt und muss zügig in die Tat umgesetzt werden. Ja, dabei gilt es den Schutz vor Ansteckung zu gewährleisten. Aber wie auch bei der allgemeingültigen Abstandsregel können wir hier auf den gesunden Menschenverstand setzen und Regeln finden, die Kindern den Spielplatzbesuch ermöglichen. Ich habe großes Vertrauen in die Familien – natürlich wollen Eltern ihre Kinder vor Ansteckung schützen“, so die designierte GRÜNE OB-Kandidatin Kerstin Haarmann.

Diese und weitere Aspekte thematisiert Haarmann in ihrem Webinar am 7. Mai 2020, 18 Uhr, mit Susann Purucker, der Vorsitzenden des Bielefelder Jugendamtselternbeirates.

„Es ist klar: Weitere Maßnahmen müssen in den Blick genommen werden, damit Kinder nicht die vergessenen Leidtragenden der Krise bleiben. Ich bin gespannt, die Ideen und auch Sorgen der Teilnehmer*innen zu hören“, so Haarmann

Das Webinar findet öffentlich statt. Alle Interessierten können sich über diesen Link anmelden.

Eine telefonische Teilnahme ist ebenfalls möglich nach vorheriger Anmeldung.


Fahrradparken in Olderdissen verbessern!

Veröffentlicht am

Derzeit ist der Tierpark bedauerlicherweise wegen Covid 19 geschlossen. Diese „Zwangspause“ möchten wir nutzen, um die Situation für die Menschen zu verbessern, die mit dem Fahrrad, aber auch mit dem ÖPNV zu Besuch in den Tierpark kommen.

… Zum Beitrag


7.5. Webinar: Wie geht es Kindern in der Krise?

Veröffentlicht am

Corona hat den Alltag jäh zum Stillstand gebracht. Auch für Kinder ist die Krise ein Ausnahmezustand. Freund*innen treffen, Hobby, Sport sind nun ebenso wegfallen wie die gewohnte Alltagsstruktur durch Kita und Schule. Hinzukommt, dass viele Eltern einer krassen Doppelbelastung ausgesetzt sind durch Arbeit, Kinderbetreuung und Homeschooling ohne dabei auf Unterstützung durch Großeltern zurückgreifen zu können.

Während der Einzelhandel wieder die Tore öffnet, bleibt die Situation für Kinder gleichbleibend brisant. Nicht einmal ein Besuch auf dem Spielplatz ist bislang möglich und Folgen für die seelische und körperliche Gesundheit drohen, Benachteiligungen verstärken sich.

Wie geht es Kindern in diesen Tagen? Was muss geschehen, um auch sie zu unterstützen?

Kerstin Haarmann spricht in ihrem Webinar am Donnerstag, den 7.5.20 um 18 Uhr mit Susann Purucker, Vorsitzende des Jugendamtelternbeirats.

Alle Interessierte können sich hier anmelden.


30.4. Webinar: Radentscheid – Weichen für die Zukunft stellen

Veröffentlicht am

In ihrer Webinarreihe lädt Kerstin Haarmann am Donnerstag, den 30.4., 18-19 Uhr zur Diskussion über den Radentscheid Bielefeld ein.

Ende April 2020 übergab die Initiative „Radentscheid Bielefeld“ ihre Unterschriftenlisten dem Oberbürgermeister Pit Clausen. Im Rahmen der Sammlung haben über 20.000 Bielefelder*innen mit ihrer Unterschrift die Umsetzung elf Ziele des Radentscheids unterstützt und gefordert.

Kerstin Haarmann spricht mit zwei der Mit-Initiator*innen, Claudia Böhm und Michael Schem, über den Erfolg der Sammlung und die Forderungen Bielefeld zu einer Stadt zu machen in der sich ‚Entspannt und sicher Rad fahren von 8 bis 88 Jahren‘ lässt.

Alle Interessierten können sich hier anmelden, um am Webinar teilzunehmen. Eine Teilnahme ist digital oder telefonisch möglich.


Erneuerbare Energien zügig ausbauen!

Veröffentlicht am

Kerstin Haarmann designierte OB-Kandidatin fordert am Tag der erneuerbaren Energien einen zügigen Ausbau von erneuerbaren Energien in Bielefeld. Potenziale für Solarenergie sind vorhanden und müssen schnell ausgeschöpft werden. Es könnten auf Bielefelder Dächern rund 966 Mio kwh pro Jahr durch Solarenergie erzeugt werden, dadurch würden bis zu 473000t CO2 eingespart. Schluss mit könnte und würde – machen!

Mehr Videos von Kerstin findest du auf unserem YouTube Kanal.


GRÜNE fordern Schutz von Wald und Landwirtschaft

Veröffentlicht am

Der diesjährige April brachte eine für das Frühjahr atypische Trockenheit mit sich. Bislang sind nur vier Prozent der für einen durchschnittlichen April üblichen Niederschlagsmenge gefallen. Die Dürre belastet und gefährdet Wald wie Landwirtschaft.

„Die Bundesregierung darf über die Coronakrise nicht die Landwirtschaft vergessen, auf die ein drittes Dürrejahr in Folge zukommt. Sie brauchen dringende Unterstützung in Form von Hilfsgeldern und langfristige Unterstützung in Form einer klimafreundlichen Politik“, so GRÜNEN-Sprecher Dominic Hallau.

Wie die Landwirtschaft sieht auch der Wald langen Dürrephasen entgegen. Die GRÜNE Ratsfraktion setzt sich für die naturnahe Bewirtschaftung des Stadtwaldes ein, damit dieser den Folgen des Klimawandels besser begegnen kann. Hierfür ist einerseits die Aufforstung der Kahlflächen wichtig, allerdings genauso wichtig ist das Zulassen von Naturverjüngung. Der Wald „weiß“ selbst am besten, welche Baumarten auf den jeweiligen Standorten für die Zukunft die besten Chancen haben. Hier bieten Waldareale, sogenannte Referenzflächen, die der Natur überlassen werden, gute Anhaltspunkte, wie sich der „Wald der Zukunft“ entwickeln wird. In der derzeitigen Situation sind geschlossenen Waldbestände von immenser Wichtigkeit, damit die Feuchtigkeit im Wald bleibt und die Böden in den Beständen nicht austrocknen.

„Die Klimakrise macht wegen Corona keine Pause. Wir sind daher dankbar, dass FridaysForFuture ihren Protest nun online weiterführen und unterstützen diesen ausdrücklich. Der Klimawandel zeigt sich vor unserer Haustür im trockenen Teutoburger Wald. Stürme, Dürre und Borkenkäfer führten in den vergangenen beiden Jahren bereits zu dramatischen Schäden und sind in diesem Jahr wieder zu erwarten. Hinzu kommt die erhöhte Gefahr von Waldbränden, wie jüngst am Tierpark Olderdissen“, so Sprecherin Schahina Gambir.


Corona-Krise: GRÜNE wollen mehr Geld für Familien im Sozialleistungsbezug!

Veröffentlicht am

Die Corona-Krise trifft besonders Familien mit Kindern, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Da während der Schließung der Kitas und der Schulen mit Offenem Ganztag die kostenlosen Essen für die Kinder aus diesen Familien wegfallen. Auch die insgesamt gestiegenen Kosten für den allgemeinen Bedarf bringen für diese Familien erhebliche Probleme mit sich.

… Zum Beitrag


GRÜNE unterstützen die Ziele des Radentscheids!

Veröffentlicht am

Gestern nachmittag übergab die Initiative „Radentscheid Bielefeld“ ihre Unterschriftenlisten dem Oberbürgermeister Pit Clausen. Im Rahmen der Sammlung haben über 20.000 Bielefelder*innen mit ihrer Unterschrift die Umsetzung elf Ziele des Radentscheids unterstützt und gefordert.

… Zum Beitrag


Partei zur Zeit digital

Veröffentlicht am

Die GRÜNEN Bielefeld sagen gemäß der Allgemeinverfügung der Stadt und darüber hinaus bis auf weiteres alle präsenz Sitzungen und Veranstaltungen ab. Wir sehen uns in der Verantwortung, die Ausbreitung von Corona zu verhindern oder zumindest zu verzögern und Risikopatient*innen zu schützen. Politik muss aber weiter gehen, daher haben der Kreisverband und die Ratsfraktion der GRÜNEN ihre Arbeit in die digitale Welt verlagert.

Alle Sitzungen und Veranstaltungen finden bis auf weiteres digital statt. Unsere Angebote findest du hier und auf Facebook

Dies betrifft auch die Sitzungen von Kreisvorstand, Arbeitsgruppen und sonstige öffentliche Termine.

Das KV-Büro ist drezeit nicht besetzt, die Mitarbeiterinnen befinden sich im homeoffice und sind per Mail erreichbar: info@gruene-bielefeld.de


Gastbeitrag: Der Enkel*innen-fähige Bielefelder Stadtwald

Veröffentlicht am

Gastbeitrag von Lutz Fähser:

Bielefelder*innen sind privilegiert. Sie besitzen einen der schönsten und größten Stadtwälder Deutschlands. Geologische Vielfalt, Höhenunterschiede und hohe Niederschläge bieten unterschiedliche Entwicklungsbedingungen für eine wunderschöne, biodiverse und an Umweltveränderungen anpassungsfähige Waldnatur. Wenn, ja wenn die Voraussetzungen dafür auch in Zukunft bestehen werden.
Die Bürger*innen haben die Fürsorge für ihren Stadtwald dem Umweltbetrieb „Forsten“ übertragen mit dem Vertrauen, dass dieser professionell mit ethischem Bewusstsein für nachhaltige und beste Daseinsvorsorge handelt. Dafür könnte die Umbenennung in einen „Stadtwald“ günstig sein, denn nach einer Grundsatzfeststellung des Bundes-Verfassungsgerichtes von 1990 darf öffentlicher Waldbesitz nicht primär erwerbswirtschaftliche Ziele von „Forsten“ verfolgen, sondern er muss vor allem der allgemeinen Daseinsvorsorge und dem Naturschutz dienen.
Im Sinne der Agenda 21 des Umweltgipfels 1992 in Rio muss der Betrieb des Stadtwaldes  partizipativ mit den betroffenen Bielefelder*innen durchgeführt werden. Dazu kann zum Beispiel ein „Waldbeirat“ aus mit Wald verbundenen Gruppen und Einzelpersonen gebildet werden, der an allen relevanten Ereignissen im und um den Wald beteiligt wird. Im Stadtwald Stuttgart ist gerade so ein Waldbeirat auf Drängen der Bürgerinitiative „Waldzukunft“ gebildet worden.

Zertifizierung mit Anspruch
Für die verantwortlichen Politiker*innen ist es unmöglich, waldfachliche Qualitäten zu definieren oder im Vollzug zu kontrollieren. Dafür gibt es unabhängige Zertifizierungs-organisationen für Waldbetriebe und deren Produkte. Der Stadtwald Bielefeld besitzt ein  Zertifikat des PEFC. Dieses ist allerdings dasjenige, das den niedrigsten Standard aller verfügbaren Zertifikate fordert. Deshalb sollte sich die Stadtpolitik zu einem anspruchsvollen Zertifikat entscheiden, das von anspruchsvollen Umweltverbänden anerkannt und vom Produktemarkt begehrt ist. Solche Zertifikate sind in Deutschland diejenigen von „Naturland e.V.“ und von FSC (Forest Stewardship Council). Große Stadtwälder wie die von Berlin, München, Düsseldorf , Hannover und Lübeck sind so zertifiziert.
Mit diesen Verbesserungen wäre bis vor Kurzem schon viel gewonnen. Aber nun hat die „Klimakrise“ in den letzten Jahren auch in Wäldern sichtbar zugeschlagen. Die Bundesregierung spricht vom „Waldsterben 2.0“ und stellt Milliarden Euro-Beträge zur „Rettung des Waldes“ in Aussicht. Damit sollen abgestorbene Bäume im Kahlschlag geerntet, Flächen mit Großmaschinen freigeschoben und maschinell mit neuartigen Wunderbaumarten aus anderen Klimaräumen zu forstindustriellen Pflanzungen umgebaut werden. Die Zukunft liege „faktenbasiert“ in neuen Plantagen. Die aus Millionen von Jahren überkommenen, sich selbst erneuernden Wäldern mit ihrer reichen Biodiversität sollen Schritt für Schritt dem konstruierten „Klimawald“ weichen, weil die heimische Natur es angeblich nicht mehr schaffe, sich an den Klimawandel anzupassen.

Urwald statt Forst
Eine solche „Rettung“ der Forsten wäre für Bielefeld eine Katastrophe. Deren naturnah strukturierten Wälder haben die besseren Chancen, im Klimawandel zu überleben, wenn sie sich noch mehr in eigenständiger natürlicher Dynamik an den Wandel anpassen dürfen. Dazu müssen aber die bisherigen Eingriffe zur „Pflege“ in den Waldbereichen mit überwiegend heimischen Baumarten stark reduziert werden. Die „Ernte“ sollte sich auf die naturfernen Nadelwald-Bereiche konzentrieren, um diese für heimische Baumarten zu öffnen. Das Überleben der Wälder wird wesentlich davon abhängen, dass sie wieder dunkler und im Innern feuchter werden wie ein „Urwald“ mit einigem Totholz als Humusmaterial, Wasserschwamm und Windbremse. Auch die „Verkehrssicherung“ an Waldwegen – international als „deutsche Krankheit“ bezeichnet – sollte auf ein Minimum beschränkt werden, um den Wald dicht zu halten. Wenn dann in heißen Sommern die Temperaturen im nahen Stadtwald um 10° bis 15 ° niedriger sein werden als in der Stadt selbst (faktenbasiert), dann werden die Bürger*innen fühlen, was gute Daseinsvorsorge auch für sie bedeutet.

Lutz Fähser ist der ehemaliger Leiter des Stadtforstamts Lübeck, wo er 1994 ein Konzept der “Naturnahen Waldnutzung” eingeführt hat.


23.4.: Kommunale Sozialpolitik in Zeiten von Corona

Veröffentlicht am

Kerstin Haarmann, die designierte GRÜNE OB-Kandidatin, lädt im April zu Online-Diskussionen ein. Die nächste Veranstaltung findet am Donnerstag, den 23.4., um 18 Uhr statt. Gemeinsam mit Joachim Hood (Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschuss), Ulrike Mann (Mitglied im Sozial- und Gesundheitsausschuss und Aktive bei der Solidarischen Corona-Hilfe) und den Teilnehmer*innen diskutiert Haarmann über kommunale Sozialpolitik in Corona-Zeiten.

Schwerpunkte der Diskussion sind unter anderem der Schutz vulnerabler Gruppen, der Rettungsschirm für soziale Träger und ehrenamtliches Engagement.

Die Webinare finden öffentlich statt. Alle Interessierten können sich über diesen Link anmelden

Eine telefonische Teilnahme ist ebenfalls möglich nach vorheriger Anmeldung. Wer sich nicht selbst online anmelden kann, kann jeweils bis donnerstags 14 Uhr eine Nachricht mit Telefonnummer auf den Anrufbeantworter der GRÜNEN Geschäftsstelle sprechen.

Weitere Termine und Themen der Webinarreihe (donnerstags 18 Uhr):

  • Radentscheid – Weichen für die Zukunft stellen. Kerstin Claudia Böhm und Michael Schem vom Radentscheid Bielefeld.


OB-Kandidatin Haarmann zur Situation von Frauenhäusern

Veröffentlicht am

In der Online Gesprächsreihe mit der designierten GRÜNEN OB-Kandidatin Kerstin Haarmann war Beatrice Tappmeier, Mitarbeiterin des Autonomen Frauenhauses Bielefeld, zu Gast. 

Neben der Erörterung der Lage der Frauenhäuser vor und während der Corona Krise wurde die Situation der betroffenen Frauen und insbesondere der ausreichenden Betreuung ihrer Kinder ausführlich diskutiert. Auf die Frage, ob das Frauenhaus denn bereits deutlich mehr Anfragen von gewaltbetroffenen Frauen feststellen könne, antwortete Beatrice Tappmeier: „Bislang gibt es keinen deutlichen Anstieg der Anfragen in der Corona Krise. Wir vermuten aber, dass es für viele Frauen derzeit schwieriger ist, mit uns Kontakt aufzunehmen, da sie nicht so oft aus dem Haus gehen können wie üblich und viele gewaltausübende Männer ebenfalls durchgehend zu Hause sind. Wir rechnen aber mit einem Anstieg und sind darauf vorbereitet. Wir sind froh, dass uns als „Rückversicherung“ Ausweichquartiere zur Verfügung stehen.”

„Die ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung der Frauenhäuser ist für uns GRÜNE ein Dauerthema”, so Kerstin Haarmann. Da ist es kontraproduktiv, dass die Medien und sogar die BILD Zeitung die Frauenhäuser anrufen und nach einer „Story“ über Gewalt in der Corona Krise fragen, die sie skandalisieren können. Mit Sensationslust schadet man den betroffenen Frauen und Kindern. Das Thema ist für viele Betroffene alltäglich. Deshalb brauchen wir eine höhere Sensibilisierung für das Thema häusliche Gewalt in der Öffentlichkeit, viele niedrigschwellige Beratungsangebote und Anlaufstellen im öffentlichen und privaten Bereich sowie eine Finanzierung der Koordinierungsstelle der Frauenhäuser durch das Land NRW.” 

“Gewalt gegen Frauen darf kein Tabuthema mehr sein“, fordert Schahina Gambir, Sprecherin des GRÜNEN Kreisverbands, die den Online-Talk moderierte.  Alle betroffenen Frauen, die in Deutschland leben, sollten unabhängig von ihren Orts- und Sprachkenntnissen wissen, an wen sich wenden können. Dafür müssen wir endlich Sorge tragen.”

Das Frauenhaus kann insbesondere einige Laptops incl. Zusatzausrüstung für die Hausaufgaben der zu betreuenden Kinder gut gebrauchen. Näheres kann telefonisch unter 0521/5215025 oder per Mail an mail@autonomes-frauenhaus-bielefeld.de erfragt werden.

Der nächste Online Talk mit Kerstin Haarmann findet am Donnerstag, den 23.04. um 18 Uhr zum Thema Kommunale Sozialpolitik in Corna-Zeiten statt. Anmeldung hier.


Schulöffnung ohne einheitliche Standards ist verantwortungslos – Abschlüsse aufgrund von Vorleistungen ermöglichen

Veröffentlicht am

Matthi Bolte-Richter (MdL) und Kerstin Haarmann (designierte OB-Kandidatin) fordern mehr Zeit für die Planung der Schulöffnung. Die frühzeitige Öffnung ohne klare einheitliche Regeln des Infektionsschutzes ist verantwortungslos.

Bevor es zu Schulöffnung kommt, braucht es Vorbereitungszeit für Schulen und die Schulträger und klare Regeln, wie ein Infektionsschutz aussehen soll- da muss die Landesregierung vorlegen.

Die Fokussierung auf die Abschlüsse wälzt die Verantwortung auf die einzelnen Schüler*innen ab – sie müssen sich zwischen Gesundheitsschutz für ihre Familie und Prüfungsvorbereitung entscheiden.

Einen Eil-Apell an die Landesregierung der Grünen gibt es hier: “Herr Laschet, stoppen sie das Abschlusschaos”

Die komplette Pressemitteilung gibt es hier


Schulen in Corona-Zeiten unbürokratisch unterstützen

Veröffentlicht am

„In diesen besonderen Corona-Zeiten brauchen wir ein besonderes Handeln“, sagt Gerd-Peter Grün, schulpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion nachdem die Landesregierung jetzt erklärt hat, dass Schulen bereits in der kommenden Woche für Abschlussklassen wieder öffnen werden.

„Die Stadt muss den Schulen jetzt unbürokratisch beim Start helfen und dafür sorgen, dass sie auch die Rahmenbedingungen erfüllen können“, fordert Grün. So müssten zum Beispiel für die Handhygiene Seifen- und Papierspender in Klassenräumen und Toilettenanlagen gesorgt, Reinigungsintervalle angepasst und bei der Beschaffung von Seifen unterstützt werden.

Zudem hofft der schulpolitische Sprecher, dass das Schulministerium bald Antworten noch offene Fragen liefert. Etwa was mit Schüler*innen ist, deren Eltern, Geschwister oder Großeltern zur Risikogruppe gehörten oder was geschieht, wenn an einer Schule jemand an Covid-19 erkrankt. Gerd-Peter Grün: „Das ist alles mit heißer Nadel gestrickt und muss jetzt konkretisiert werden“.


Diskutiert online mit Kerstin Haarmann – jeden Donnerstag

Veröffentlicht am

Im April könnt ihr jeden Donnerstag um 18:00 eure Fragen zu verschiedenen Themen an Kerstin stellen. Diskutiert online über die aktuelle Situation in Corona-Zeiten und weitere Themen.

Termine jeweils donnerstags 18:00:

21.5. Kein Webinar (Feiertag)

28.5. 18:00 Sport – Vereine in Not? 18:00Uhr

Corona betrifft auch Sportvereine. Trainings abgesagt. Plätze sind gesperrt. Und Einnahmen wie Eintritt oder Kursgebühren fehlen. Vielen Menschen fehlt der Sport in der Gemeinschaft. Welche Perspektiven haben die Bielefelder Sporttreibenden unter Corona-Bedingungen. Wo Vereinen der Schuh drückt und wie sich der Sport in Bielefeld zukünftig entwickeln wird – diese Fragen stellt sich Kerstin Haarmann im Gespräch am 28.5 um 18 Uhr.

Anmeldung hier: Anmeldung

Wie:

Was ihr benötigt ist nicht viel: Computer, Tablet oder Telefon. Über diesen Link könnt ihr euch für die Veranstaltung anmelden und erhaltet die Zugangsdaten. Wenn ihr per Telefon teilnehmen wollt, könnt ihr euch ebenfalls über den Link anmelden, um per E-Mail die Einwahlnummer zu erhalten.

Wenn ihr nicht die Möglichkeit habt, euch online anzumelden, sprecht uns bitte jeweils bis donnerstags, 14 Uhr, eine Nachricht auf den AB (0521 179767). Wir lassen euch dann eure individualisierten Zugangsdaten für die telefonische Teilnahme zukommen.


“Jetzt sind die Kinder dran!” Kerstin Haarmann fordert schnelle Öffnung von Spielplätzen

Veröffentlicht am

Unsere designierte OB-Kandidatin fordert, dass die Stadt die Spielplätze schnell wieder öffnet. Auch unter Kontaktverboten ist dies möglich. Kerstin Haarmann schlägt vor, dass Spielplätze von Familien für 30 Minuten gebucht werden könnten. Dies ermöglicht eine “Ein-Familien-Nutzung”.

Die Stadt Bielefeld hat zurecht in den letzten Wochen viele Hilfen für die Wirtschaft auf den Weg gebracht. Jetzt müssen die Kinder und die Familien in den Fokus rücken.

„Die Kinder müssen raus und toben dürfen und das ohne großen Aufwand. Da ist ein Angebot in der Nachbarschaft zwingend, gerade für die vielen Familien ohne eigenen Garten”, so Kerstin Haarmann.

PM-Grüne-OB-Kandidatin-fordert-schnelle-Öffnung-von-Spielplätzen


Protest muss möglich sein!

Veröffentlicht am

Wir begrüßen ausdrücklich die kreativen Protestformen, wie sie die Seebrücke Bielefeld und anderen nutzen. Auch in Corona-Zeiten muss öffentlicher Protest im angemessenen Maß möglich sein.
Es ist richtig, dass Aktivist*innen auch und insbesondere in dieser außergewöhnlichen Zeit mit angepassten Demonstrationsformen auf die katastrophale Lage von Geflüchteten auf Lesbos und an anderen Orten aufmerksam machen. Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung Corona-Pandemie sind absolut richtig und notwendig. Protestaktionen, bei denen zwei Menschen den gebührenden Abstand einhalten, müssen aber möglich sein. Die Auflösung solcher Protestaktionen sehen wir kritisch, denn so werden demokratische Grundrechte über das erforderliche Maß hinaus beschränkt.


Sofortprogramm für die Bielefelder Wirtschaft

Veröffentlicht am

Die Fraktionen und Gruppen des Rates der Stadt ziehen in der Corona-Krise an einem Strang. In einem gemeinsamen Antrag für die nächste Ratssitzung fordern sie parteiübergreifend ein „Sofortprogramm für die Bielefelder Wirtschaft“, um aktiv gegen die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf Bielefelder Unternehmen, insbesondere auf Handel, Gastronomie und Handwerk, vorzugehen. Oberbürgermeister Pit Clausen wird gebeten, kurzfristig Vertreter der Wirtschaft und der Gewerkschaften zu einem „Runden Tisch“ einzuladen. Dabei sollen konkrete Initiativen zur Stärkung der Bielefelder Wirtschaft entwickelt werden. Die Kommune müsse über die Programme von Bund und Land hinaus alle eigenen Möglichkeiten nutzen, um die Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern.

… Zum Beitrag


GRÜNEN-Sprecherin Schahina Gambir: Die Corona-Krise ist weiblich!

Veröffentlicht am

Der Anteil von Frauen in den sogenannten systemrelevanten Berufen ist überproportional hoch. Das bedeutet, dass sie an vorderster Front dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft weiterhin funktionieren kann. Mehr als drei Viertel aller Beschäftigen im Krankenhaus sind weiblich. Ähnlich ist es im Einzelhandel, in Kindergärten oder in Schulen.
Die systemrelevanten Berufe haben gemeinsam, dass sie in der Regel schlecht bezahlt sind und die Arbeitsbedingungen oft schlecht sind. In dieser Zeit kommt hinzu, dass zusätzlich das Ansteckungsrisiko hoch ist. Frauen setzen jeden Tag ihre Gesundheit aufs Spiel und in dieser Krise noch viel mehr.
Erschwerend kommt hinzu, dass ein Großteil der Frauen nicht nur Sorge- und Carearbeit im Beruf leisten, sondern auch zu Hause. Sie übernehmen die Pflege von Kranken, versorgen die Kinder und kümmern sich um den Hauptteil der Hausarbeit.

Diese Pandemie fordert und gefährdet Frauen aber nicht nur verstärkt, sondern kann für Frauen auch bedeuten, dass sie vermehrt Gewalterfahrungen machen müssen: der gefährlichste Ort ist nach wie vor das Zuhause für viele Frauen! Die Zahl der Beschwerden von Opfern häuslicher Gewalt ist während der Corona-Krise in Wuhan, um das Dreifache gestiegen.

Die Krise zeigt deutlich: Es muss endlich mehr Schutzräume für Frauen geben und bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen in den Care-Berufen! Dafür brauchen wir mehr Frauen in Führungspositionen, damit die Auswirkungen von politischen Entscheidungen auf Frauen stärker berücksichtigt wird und ein gesellschaftliches Umdenken, in dem das Rollenbild der Frau als aufopfernde Kümmerin verschwindet!


Kerstin Haarmann fordert Entlastung durch das Land beim Erlass der Kita-Beiträge

Veröffentlicht am

Eltern bekommen Beiträge für Kita, OGS und Tagespflege für April erstattet – das ist eine wichtige Maßnahme, um Familien in dieser schwierigen Zeit zu entlasten.

Unsere OB-Kandidatin Kerstin Haarmann fordert nun das Land NRW, das nur 50 Prozent der entgangenen Einnahmen erstatten will, auf, die Kommunen nicht im Regen stehen zu lassen:

“Bielefeld hat sich gerade aus eigener Kraft aus der Haushaltssicherung befreit und es drohen weitere vielfältige Belastungen aus der Corona-Krise, wie zum Beispiel deutliche Einnahmeausfälle bei der Gewerbesteuer und zusätzliche Ausgaben im Bereich Gesundheitsschutz und Sozialleistungen. Dies wird zukünftig schmerzhafte Einschnitte an anderer Stelle zur Folge haben. Deshalb darf das Land NRW die Kommunen nicht auf den Corona-Folgekosten sitzen lassen. Bielefeld und die anderen Kommunen müssen mit unter den Rettungsschirm! Die vollständige Erstattung der entgangenen Kita-Gebühren kann nur der Anfang sein.”


GRÜNE OB Kandidatin Kerstin Haarmann zur Corona-Krise

Veröffentlicht am

„Bitte kündigen Sie keine privaten Aufträge an Selbstständige, die trotz Corona Krise durchgeführt werden können, wie z.B. Handwerks-, Gartenbau-, oder sonstige Dienstleistungen. Die Selbstständigen sind auf diese Einnahmen gerade jetzt dringend angewiesen!“, so die designierte Grüne OB-Kandidatin Kerstin Haarmann. Außerdem könne man selbstständige Künstler*innen unterstützen, indem man sich deren gestreamte Livekonzerte ansieht und dafür gegebenenfalls auf crowdfunding Plattformen spendet. Die Initiative Bielefelder Subkultur sei da ein gutes Beispiel. Auch das Kulturamt könne prüfen, ob und wie man weitere Künstler*innen beim Streaming von Livekonzerten unterstützen kann, z.B. durch Veröffentlichung und Werbung für die Veranstaltungstermine im Internet. Gemeinsam können wir es schaffen die Ausbreitung des Corona Virus zu verlangsamen.

Liebe Bielefelder*innen, seid solidarisch mit allen und bleibt zu Hause! Ein großen Dank gilt allen, die die öffentliche Versorgung und das Gesundheitswesen am Laufen halten. Das Video teilen und liken geht hier.


Corona: Jetzt besonders gefährdete Gruppen unterstützen!

Veröffentlicht am

Die GRÜNEN unterstützen ausdrücklich die Maßnahmen des städtischen Krisenstabes und des OBs zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus in Bielefeld. Ein besonderer Dank gebührt allen denjenigen, die die notwendigen Dienstleistungen weiterhin bereitstellen: Pflegepersonal, Ärzt*innen, Polizei und Feuerwehr ebenso wie die Mitarbeiter*innen in Supermärkten, Apotheken sowie weiteren öffentlichen Einrichtungen und Geschäften. Dank auch an alle diejenigen, die sich ehrenamtlich engagieren, um hilfsbedürftigen oder besonders gefährdeten Menschen in ihrer Nachbarschaft zu helfen!

Ausdrücklich weisen die GRÜNEN jedoch auf gefährdete gesellschaftliche Gruppen hin, die nicht vergessen werden dürfen und für deren Überlebenssicherung und gesundheitliche Versorgung auch in Zeiten wie diesen gesorgt werden muss. Dazu gehören wohnungslose Menschen ebenso wie Drogenabhängige oder Prostituierte, die gerade jetzt in einer besonders prekären Lage sind. Zusammen mit den freien Trägern macht die Stadt zwar gute und zielgerichtete Angebote, es sollte jedoch geprüft werden, wie diese den aktuellen Anforderungen angepasst und gegebenenfalls ausgeweitet werden können.

Ulrike Mann, Grünes Mitglied im Sozial- und Gesundheitssauschuss: „Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen die Menschen in prekären Lebenssituationen besonders hart, deswegen müssen wir nicht nur solidarisch mit ihnen sein, sondern die Hilfsangebote verstärken und krisenfest gestalten. Hier ist schnelles und koordiniertes Handeln von Stadt und freien Trägern geboten. Auch der möglicherweise zu erwartenden Zunahme von häuslicher Gewalt sollten wir proaktiv begegnen!“

Fraktionsvorsitzender Jens Julkowski-Keppler: „Insgesamt sind wir in Bielefeld gut aufgestellt, die Verwaltung macht einen guten Job und auf die Zivilgesellschaft ist auch in dieser Situation wieder Verlass. Ich hoffe, dass wir mit den derzeitigen Maßnahmen das Ziel der Eindämmung der Pandemie erreichen und die Krankenhauskapazitäten dauerhaft ausreichen. Völlig unverständlich ist für mich, dass in dieser sehr ernsten Lage von einigen Parteien, leider auch in Bielefeld, versucht wird politisches Kapital daraus zu schlagen. Das ist kein guter politischer Stil und sollte unterlassen werden!“