Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) schlägt Alarm: In Deutschland ist die Schwimmausbildung von Kindern gefährdet, weil viele Bäder schließen. Jedes siebte Bad ist von der Schließung bedroht. In Bielefeld läuft es dagegen viel besser. Statt Bäder zu schließen, baut das stadteigene Unternehmen BBF (Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH) in Jöllenbeck ein neues Kombibad, das ganzjährig genutzt werden kann. Und auch für den Schwimmunterricht ist mit dem Programm „Schwimmassistenten für Grundschulen“ gesorgt, welches die Koalition im Rathaus seit 2021 stufenweise auf den Weg gebracht hat.
Cim Kartal, sportpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion: „Mit dem Projekt `Schwimmassistenz´ verfolgen wir das Ziel: Nach der vierten Klasse sollen alle Bielefelder Kinder sicher schwimmen können. Im kommenden Schuljahr werden alle Grundschulen dabei sein. Alle Assistent*innen haben eine Übungsleiter-Ausbildung, die nachgewiesene Rettungsfähigkeit und Erfahrung im Anfängerschwimmen. Sie verbessern die Qualität des Schwimmunterrichts und helfen Ausfallzeiten zu vermeiden. Dafür stehen jährlich 160.000 Euro zur Verfügung.“
Paul John, Mitglied im Aufsichtsrat der BBF: „Bei den Zeiten für Schwimmunterricht werden Grundschulen vorrangig behandelt, damit sie verlässlich Schwimmunterricht anbieten können, anschließend folgen die weiterführenden Schulen. In der Regel können alle Schwimmzeiten der Bielefelder Schulen bedient werden. Um diese guten Voraussetzungen zu sichern, investiert der BBF kontinuierlich in seine Bäder, wie aktuell in den Bau des Kombibad in Jöllenbeck für rund 24,7 Mio. Euro. Im kommenden Jahr sollen in dem Bad die Kleinen Schwimmen lernen und Großen ihre Bahnen ziehen können“.
Während andernorts zu Recht über fehlende Infrastruktur und Unterstützung beim Thema Schwimmunterricht geklagt wird, zeigt Bielefeld, wie Prioritäten zu Gunsten von Kindern und Schulen gesetzt werden können.