Brackwede

Die nächsten Termine in Brackwede:

Stadtteiltreffen der Brackweder Grünen – 12.11.2026 um 18 Uhr

im Bezirksamt Brackwede | Fraktionszimmer (neben Sitzungssaal) | Germanenstr. 22, 33647 Bielefeld

Interessierte sind herzlich eingeladen, Anmeldungen gerne auch unter info@gruene-bielefeld.de

Die gewählten Vertreter*innen für die Bezirksvertretung Brackwede:

Unsere vier Spitzenkandidat*innen für Brackwede (von links nach rechts): Klaus Feurich-Tobien, Felix Menke, Dr. Janita Menke und Monika Macke

Demokratie lebt vom Mitmachen

Betrachtet man aktuelle Probleme wie Klimawandel, Artensterben, Energieversorgung, Bildungsungleichheit u.a., dann müssen wir fragen, welchen Beitrag wir in den Bezirken leisten können, um Teile der gesellschaftlich notwendigen Transformation umzusetzen. Klar ist: Vieles kann nicht so bleiben wie es ist! Es geht also um Fragen wie Verkehrswende, Energiewende, Klimaschutz, Artenschutz, nachhaltige Stadtentwicklung, aber auch um Bildung und Vielfalt. Diese Bereiche müssen wir für Brackwede in den Fokus nehmen.

Unsere Themen:

Mobilität

Im Jahre 2015 waren in Bielefeld 156.586 PKW zugelassen, im Jahr 2025 sind es 182.357. Jedes Jahr erhöhte sich die Anzahl der Autos in diesem Zeitraum um durchschnittlich 2.500. Um eine gerechtere Verteilung des jetzt schon zu knappen Verkehrsraumes zu erreichen, braucht es eine effektive Verkehrswende. Daher stehen wir für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und die Verbesserung der Mobilität für Fußgänger*innen und Radfahrende. Eine Verlagerung vieler Fahrten vom Auto auf umweltfreundlichere Alternativen gelingt oft schon durch ein verbessertes Angebot.

Immer dort, wo Höchstgeschwindigkeiten für Autos reduziert werden, profitieren andere Verkehrsteilnehmer von mehr Sicherheit. Gerade Kinder mit ihrem oft spontanen Verhalten sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Auch aus diesem Grund bringen manche Erwachsene Kinder mit dem Auto zu Schule und tragen zu noch mehr Verkehr und gefährlichen Situationen vor Ort bei. Dabei nehmen sie den Kindern zugleich die Möglichkeit, sich selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen und alleine oder in einer Gruppe zur Schule zu gelangen.

Schulwegsicherheit

Schulwege sollen die sichersten Wege der Stadt werden. Gerade Kinder mit ihrem oft spontanen Verhalten sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Auch aus diesem Grund bringen manche Erwachsene Kinder mit dem Auto zu Schule und tragen zu noch mehr Verkehr und gefährlichen Situationen vor Ort bei. Dabei nehmen sie den Kindern zugleich die Möglichkeit, sich selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen und alleine oder in einer Gruppe zur Schule zu gelangen. Wir schaffen sichere Fahrradabstellanlagen an allen Schulen.

Wir setzen uns für Maßnahmen zur Schulwegsicherung ein durch:

  • die Reduzierung von Geschwindigkeiten
  • die Anlage von sicheren Querungshilfen und Ampelschaltungen
  • die Förderung von Konzepten wie dem „Fahrradbus“, wo Kinder unter Begleitung in Gruppen zur Schule fahren,
  • die Einrichtung von „Elternhaltestellen“ in einer gewissen Entfernung von einer Schule, an denen die Kinder aus dem Auto gelassen werden und auf einem gut gesicherten Weg selbstständig zur Schule gehen können.

Außerdem unterstützen wir die Einrichtung von Schulstraßen, damit zu Schulbeginn und -ende keine Autos vor den Schulen fahren dürfen.

Radverkehrkonzept

Wir setzen uns ein für die zeitnahe Umsetzung des bestehenden Fahrradverkehrskonzeptes für den Stadtbezirk. Wir wollen das Fahrradwegenetz mit breiten und geschützten Radwegen ausbauen und möglichst viele Fahrradstraßen ausweisen. Dazu gehört auch die Ertüchtigung bereits vorhandener Radwege wie z.B. an der Gütersloher Straße zwischen Südring und Ummeln, in Ummeln selbst oder an der Brockhagener Straße von der Linzer Straße durch Ummeln und Holtkamp. An geeigneten Orten soll es mehr Fahrradabstellanlagen geben.

Wir begrüßen die Entscheidung, am Brackweder Bahnhof und der Kreuzung Berliner Straße/Hauptstraße eine Mobilitätsstation zu errichten. So ermöglichen wir eine gesunde, bequeme und sichere Fahrrad-Mobilität für Schule, Beruf und Freizeit.

Wir machen uns stark für die weitere Planung und zügige Umsetzung des Fahrradschnellwegs von Gütersloh über Brackwede und die Bielefelder City nach Herford. Außerdem befürworten wir den Fernradweg Sennestadt-Borgholzhausen.

ÖPNV-Ausbau

Das Zentrum Brackwedes ist durch die Stadtbahn gut erschlossen. Wir setzen uns insbesondere für einen weiteren Ausbau des ÖPNV mit höherer Taktung und längeren Betriebszeiten in den Randbezirken ein. Es muss möglich sein, auch an Wochenenden, Feiertagen und in den Abendstunden regelmäßig in die Bielefelder Innenstadt und zurückzufahren. Außerdem sind Querverbindungen zwischen einzelnen Ortsteilen weiterzuentwickeln und zu stärken.

Park+Ride

Um die Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten, setzen wir auf den Ausbau von regionalen P&R-Anlagen, insbesondere in den Außenbereichen und an den ÖPNV-Haltepunkten.

Car-Sharing

Wir möchten die gemeinsame Nutzung von Autos fördern und Carsharing – Initiativen auch im Brackweder Raum unterstützen. Das reduziert die Anzahl der Autos und den Flächenbedarf, auch den für Parkflächen.

Ausbau E-Lademöglichkeiten

Wir setzen uns für den Ausbau der Ladeinfrastruktur und Parkkonzepte für Elektrofahrzeuge ein. Damit werden wir dem größer werdenden Anteil dieser Fahrzeuge gerecht und unterstützen dessen Ausbau.

Naturschutz

In Zeiten von Artensterben, Klimakrise und zunehmender Flächenversiegelung ist der Schutz von Natur und ökologisch bedeutsamen Freiflächen vor Ort eine zentrale kommunale Aufgabe. Denn was wir heute erhalten, entscheidet über die Lebensqualität von morgen. Intakte Grünflächen, Wälder, Gewässer und naturnahe Räume sorgen nicht nur für saubere Luft und sauberes Wasser – sie bieten Abkühlung an heißen Tagen, Rückzugsräume für Tiere und Erholung für uns Menschen. Hier können wir in Ruhe spazieren gehen, Rad fahren oder einfach die Landschaft genießen und uns an der Natur erfreuen!

Unsere Natur im Bielefelder Süden ist wertvoll. Sie verdient politische Priorität und konsequenten Schutz.

Grün und Natur erhalten!

Brackwede ist einer der grünsten Stadtbezirke in Bielefeld. Unsere Siedlungsbereiche verfügen noch über viel öffentliches Grün, Parks und Straßenbäume. die im Zuge der Klimaanpassung auch als Kaltluftschneisen immer wichtiger werden. Wir setzen uns für deren Erhalt und eine zeitgemäße Gestaltung dieser Flächen mit heimischen Pflanzen, die dem Klimawandel widerstehen können, ein.

An den Hängen des Teuto, im Luttertal und in den Außenbezirken von Quelle, Ummeln und in Holtkamp liegen noch größere Freiflächen. Hier haben z.T. bedrohte Tierarten, Spechte, Fledermäuse, seltene Wiesen-, Feld- und Wasservögel und Insekten ein Refugium gefunden. Biotope und Biotopverbundflächen, die Ems-Lutter-, Trüggelbach- und Lichtebachaue und die Flächen bei Hof Ramsbrock müssen Stück für Stück unter strengen Schutz gestellt werden.

Als erstes möchten wir dabei die Ems-Lutter mit dem Luttertal als Naturschutzgebiet ausweisen. Die Wiesen und Ackerbrachen für Wiesen- und Feldvögel z.B. am Lichtebach in Holtkamp sollen für diese erhalten bleiben. Gerade auch im Klimawandel ist hier über gezielte Maßnahmen zum Lebensraumerhalt nachzudenken.

Auch im Kleinen kann in unserem Stadtbezirk viel getan werden: An Straßenrändern und auf Verkehrsinseln können durch geeignete Bepflanzung, aber auch schon durch weniger intensive bzw. schonendere Pflege, Kleinstbiotope mit einer Vielzahl von heimischen Blühpflanzen für viele verschiedene Insektenarten entstehen.

Lichtverschmutzung, also die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Gärten bei Nacht ist zu einem zunehmenden Problem für unsere (nachtaktiven) Tierarten wie Falter, Igel und Co. geworden. Wir setzen uns dafür ein, dass Beleuchtungen weiter insektenfreundlich umgebaut werden. Dabei orientieren wir uns am Beleuchtungskonzept des Biosphärenreservats Rhön. Die Reduzierung der Nacht-Beleuchtung – ohne zu Lasten des Sicherheitsempfindens – ist ein weiteres Thema.

Wir wollen Menschen, die sich um den Schutz und Erhalt von Grün und Natur kümmern, politisch unterstützen und arbeiten dazu auch mit Naturschutzverbänden, gemeinnützigen Vereinen und Institutionen zusammen.

Bäume und Wald

Wichtig für frische Luft, Abkühlung im Sommer, Tier und Mensch: unsere Bielefelder Bäume.

Wir wollen, dass das Naturwaldkonzept der Stadt Bielefeld auf den Stadtwaldflächen unseres Bezirks zügig und konsequent umgesetzt wird. So wird der Wald klimaresilienter und kann Dürreperioden besser überstehen.  

Mit der Baumschutzsatzung, die auf unser Betreiben 2022 eingeführt wurde, haben wir einen großen Schritt getan, um den Erhalt unseres Stadtgrüns zu sichern und die Bedeutung der Bäume herauszustellen.

Aber wir wollen mehr: Wir wollen das Bielefelder Straßenbaumkonzept aus 2021 endlich auch in Brackwede umsetzen, denn in vielen Straßen fehlen Bäume.

Auch in neuen Bebauungsplänen ist von vorneherein darauf zu achten, ausreichend (Straßen-) Bäume einzuplanen.

Mehr Grün für unsere Kinder!

Schulhöfe und Kinderspielplätze bestehen zu großen Teilen aus gepflasterten Flächen. Mittlerweile verbringen Kinder aber oft mehr Tageszeit zunächst in der Kita und später in der Schule als zuhause. Anregend gestaltete Flächen, auf denen auch spielerische Natur- und Selbsterfahrung stattfinden kann, sind wichtig für ihre Entwicklung und ihr Lernen. Eine grünere Gestaltung hilft dabei, sich wohlzufühlen und verbessert auch das Mikroklima des Umfelds.

Es gibt hier viele Möglichkeiten: Schotterrasen statt Pflaster, mehr heimische Bäume als Schattenspender, ein Nutz- oder Obstgarten für den eigenen Gemüseanbau, Klettergerüste mit Totholzelementen oder grüne Klassenzimmer, in denen bei gutem Wetter Unterricht stattfinden kann.

Eine grünere Gestaltung muss dabei nicht pflegeintensiver sein. Unter fachkundiger Anleitung können alle gemeinsam an geeigneten Konzepten arbeiten und aus der Neugestaltung des Außenbereichs ein Gemeinschaftsprojekt machen.

Hier möchten wir in einen aktiven Austausch mit den Einrichtungen im Stadtbezirk treten, um gemeinsame Initiativen zu erarbeiten und diese politisch zu begleiten.

Umweltbildung stärken

Nur das, dessen Wert man kennt, schätzt man und will man auch schützen.

Niederschwellige, gut gemachte Umweltbildungsprojekte wie z.B. Umweltmärkte, offene Gärten, Pflanzprojekte im öffentlichen Raum (z.B. vor städtischen Gebäuden) sind wichtig, um Interesse an unserer natürlichen Umwelt zu wecken.

Wir setzen uns dafür ein, dass engagierte Vereine, Initiativen und Bildungsstätten ihre Arbeit unter guten Bedingungen fortführen können. Auch landwirtschaftsnahe Freizeit- und Therapieangebote im Stadtbezirk und Bildungsprojekte, wie z.B. den Schulbauernhof in Ummeln unterstützen wir gerne.

Stadtentwicklung

Unser Ziel ist es, Brackwede zu einem Modellstadtbezirk für nachhaltige, sozial gerechte und zukunftsfähige Stadtentwicklung zu machen. Klimawandel, wachsender Wohnraumbedarf und die Notwendigkeit, natürliche Ressourcen zu schützen, erfordern mutige und innovative Konzepte. Mit einem klaren Fokus auf Sanierung, effizientere Wohnraumnutzung, Flächenrecycling und ökologischer Bauweise schaffen wir eine Grundlage für eine lebenswerte Zukunft – für alle Generationen.

Flächenversiegelung minimieren – Natur schützen

Die zunehmende Versiegelung von Flächen gefährdet nicht nur die Biodiversität, sondern auch das Stadtklima. In Brackwede setzen wir uns dafür ein, dass neue Bauvorhaben nur auf bereits versiegelten oder brachliegenden Flächen realisiert werden. Ökologisch wertvolle Flächen wie die Ems-Lutter-Aue, Wasserschutzgebiete und biologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Flächen sind tabu und müssen dauerhaft geschützt werden. Das Gleiche gilt für alle Gebiete, die eine Funktion als Kaltluftentstehungsgebiet/-schneise haben oder als Naherholungsgebiet besonders wichtig sind.

Pflaster, Beton und Asphalt und Schotter sind kontraproduktiv im Hinblick auf den Klimaschutz. Im Sommer heizen sie das Mikroklima auf, bei Regen kann das Wasser nicht versickern und für die Natur ist auch kein Platz. Deshalb wollen wir uns dafür einsetzen, bestehende versiegelte Flächen zu entsiegeln.

Starkregen und Schwammstadt

Geeignete Instrumente sind Flächenentsiegelungen, Verwendung wasserdurchlässiger Beläge, Verrieselung von Niederschlagswasser auf offenen Flächen statt Einleitung in die Kanalisation oder Maßnahmen der Regenrückhaltung mit verlangsamter Abgabe ins Grundwasser. Diese Maßnahmen fördern auch die Grundwasserneubildung.

Das Klimaanpassungskonzept der Stadt Bielefeld bietet einen großen Maßnahmenkatalog, den wir in der Umsetzung unterstützen. Bei der Regenrückhaltung haben für uns natürliche, multifunktionale Retentionsräume den Vorrang vor technischen Bauwerken.

Sanieren statt abreißen – Ressourcen schonen

Nicht nur der Abriss von Gebäuden ist problematisch, sondern gerade auch der Neubau von Gebäuden stellt in der Regel eine immense Belastung von Klima und Umwelt dar.
Wir setzen auf die energetische Sanierung, Modernisierung sowie die Erweiterung bestehender und Umnutzung leerstehender Gebäude, um Ressourcen effizient zu nutzen und zu schonen. Historisch wertvolle und ortsbildprägende Bausubstanz in Brackwede soll, wenn irgendwie möglich, erhalten und für neue Nutzungen ertüchtigt werden. Neubau soll nur die letzte Option bleiben.

Nachhaltiges Bauen und flächensparende Konzepte  – Innenentwicklung vor Außenentwicklung

Neue Bauvorhaben in Brackwede müssen sich an modernen und nachhaltigen Standards orientieren. Generell achten wir auf einen möglichst geringen Flächenverbrauch bei allen Bauvorhaben durch mehrgeschossiges Bauen – wir bauen in die Höhe, statt in die Breite.

Wir wollen, dass Supermärkte den städtischen Richtlinien entsprechend nur noch in mehrgeschossigen Gebäuden entstehen, bei denen mindestens eine Etage für Wohn- oder Gewerberäume bzw. die Parkplätze genutzt werden.

Beim Wohnungsbau liegt unser Fokus auf einer ausgewogenen Mischbebauung, die sozial und ökologisch nachhaltig ist. Dabei achten wir weiterhin darauf, dass die Quote von 33 Prozent für sozialen Wohnungsbau eingehalten wird und ausreichende Infrastruktur wie Kita- und Schulplätze sowie Spielplätze entsteht.

Darüber hinaus fördern wir innovative Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser und gemeinschaftliches Wohnen.

Zweckentfremdung von Wohnraum, zum Beispiel für Ferienwohnungen, lehnen wir ab.

Grünräume erhalten und Brackwede grüner machen

Brackwede ist einer der grünsten Bezirke Bielefelds und wir möchten, dass das so bleibt. Grünflächen wie das Luttertal und die Außenbezirke von Quelle und Ummeln spielen eine wichtige Rolle für das Klima und die Lebensqualität. Wir setzen uns für die Begrünung von Dächern und Fassaden sowie die Schaffung insektenfreundlicher Grünflächen ein. Verkehrsinseln und Straßenränder wollen wir durch gezielte Bepflanzung ökologisch aufwerten. Die Umgestaltung von Schulhöfen zu grünen Lern- und Spielräumen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unserer Stadtentwicklungspolitik.

Bürger*innenbeteiligung und Transparenz

Eine nachhaltige Stadtentwicklung gelingt nur im Dialog mit den Menschen vor Ort. Wir setzen auf transparente Planungsprozesse, die die Bürger*innen frühzeitig einbinden. Ihre Ideen und Bedürfnisse sind entscheidend, um den Stadtteil gemeinsam zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten. 

Entschlossen gegen Diskriminierung: Wir stehen für eine vielfältige Gesellschaft.

In diesem Zusammenhang stehen wir klar gegen Rassismus. Gegen rechte Hetze.

Termine der Stadtteilgruppe werden in unserem Kalender veröffentlicht.