Kiosk am Kesselbrink muss bleiben!

Grüne Ratsfraktion und Grüne Fraktion der BV Mitte waren mehrfach vor Ort und sehen viele Vorteil für den Erhalt des Kiosks. Die vorliegende Kündigung verursacht hingegen durch Leerstand oder Abriss erhebliche Nachteile in der zentralen Lage zwischen Jahnplatz, neuer Wilhelmsstraße und Kesselbrink.

Kiosk am Kesselbrink muss bleiben!  

Nachdem zahlreiche Bürger*innen durch eine Petition und Anfragen in den Bürgersprechstunden in der BV Mitte bei der Verwaltung auf die Bedeutung des Kiosks hingewiesen haben, hat die GRÜNE Ratsfraktion in den vergangenen Monaten Gespräche mit der Pächterfamilie und weiteren Beteiligten geführt.  Der Familie wurde durch Pro Einzelhandel OWL der Betrieb des Kiosks gekündigt und nun haben sie die Räumungsklage. Die Immobilie gehört zum Komplex der Tiefgarage, die vom ISB an Pro Einzelhandel OWL bis verpachtet ist. Der aktuelle Vertrag läuft bis 2029.

Die zunächst im Sozial- und Gesundheitsausschuss präsentierten Pläne der Verwaltung, die einen Abriss ohne nachfolgendes Konzept vorsahen, haben bei den GRÜNEN für erhebliche Irritationen gesorgt. Auf Nachfragen der Fraktion in den letzten Sitzungen der Bezirksvertretung Mitte und des BISBs vor der Sommerpause war von Abrissplänen jedoch keine Rede mehr.

Grüne Ratsfraktion und Grüne Fraktion der Bezirksvertretung (BV) Mitte waren heute erneut vor Ort und sind nach dem Austausch mit der Betreiberfamilie einer Meinung. Der Kiosk ist kein Problem, sondern ganz im Gegenteil eine wichtige Kontaktstelle und sozialer Puffer zwischen Jahnplatz und Kesselbrink. Es gibt zahlreiche Beispiele, in denen die Betreiberfamilie Borto (seit 11 Jahren im Kiosk) Konflikte deeskalierend schlichten konnte und auch die Ordnung des Platzes im Blick behalten hat. Gerade in den Abendstunden ist nur ihr Kiosk am Platz geöffnet und damit die Anlaufstelle für Nachtschwärmer*innen und Hilfesuchende. Die Relevanz für das gesamte Umfeld betonte vor Ort auch Carsten Münch vom Grünen Würfel (Keimzeit e.V.), der den Platz sehr gut kennt und sich ebenfalls für den Erhalt einsetzt.

Gudrun Hennke, stellvertretende Bürgermeisterin in der BV Mitte: „Der Kiosk am Kesselbrink ist mehr als ein Verkaufsort – er ist ein wichtiger sozialer Ankerpunkt und trägt maßgeblich zur Belebung und damit zur gefühlten Sicherheit in diesem Bereich bei. Die Neugestaltung der Wilhelmstraße hat den Kiosk immer in seinen Planungsskizzen vorgesehen. Er gehört einfach dazu.  Weitere positive Beispiele finden sich im gesamten Stadtgebiet, wie der Kiosk am Siegfriedplatz oder die kürzlich angekündigte Wiedereröffnung eines Kiosks in Heepen (vgl. NW Artikel vom 19.05.2025, Horstmann: Bielefelder Pendler-Parkplatz soll sicher und sauber werden) .“

Dominic Hallau, Co-Fraktionssprecher der GRÜNEN: “Wir setzen uns für eine langfristige Perspektive für die Betreiberfamilie ein und fordern, dass die Stadt ihre Verantwortung für diesen wichtigen Standort wahrnimmt. Bevor Leerstand droht und ein „dunkler Ort“ ohne Belebung oder Beleuchtung durch den Abriss geschaffen wird, muss die Stadt handeln. Über den Immobilienservicebetrieb (ISB) muss geprüft werden, inwiefern es kurzfristig zu einer Lösung mit Pro Einzelhandel OWL kommen kann oder der Kiosk mit einem eigenen Vertrag vom ISB übernommen werden kann.
Langfristig wollen wir die städtebauliche Entwicklung dort aktiv weiter gestalten, indem wir uns für ein umfassende Gestaltung für den Kesselbrink einsetzen mit all seinen Akteur*innen und Besucher*innen vor Ort. Dazu gehören u.a. ausreichender Zugang zu öffentlichen Toiletten sowie Maßnahmen zur Klimaanpassung und Hitzeschutz für die Nutzer*innen.“