Regionale Landwirtschaft stärken: Grüne im Dialog mit dem WLV und Hof Upmeier zu Belzen

Arbeitskreis Wirtschaft der Grünen vor Ort beim Hof Upmeier zu Belzen mit der Landwirtschaft

Arbeitskreis Wirtschaft & Finanzen zu Besuch in der Landwirtschaft

Der Arbeitskreis Wirtschaft & Finanzen der Grünen Ratsfraktion Bielefeld war zu Gast bei Vertretern des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) sowie auf dem Hof Upmeier zu Belzen. Ziel des Treffens war es, sich über die aktuellen Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft auszutauschen und Anregungen mitzunehmen, wo die Kommunalpolitik die Betriebe vor Ort unterstützen kann.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen zahlreiche Themen, die die Landwirtschaft aktuell beschäftigen. Diskutiert wurden unter anderem die nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, der anhaltend hohe Flächenverbrauch, intelligente Lösungen für Ausgleichs- und Ersatzflächen sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe. Auch die zunehmende Zahl von Betriebsaufgaben, die schwierige Ertragssituation vieler Höfe und die Preispolitik großer Lebensmittelkonzerne wurden offen angesprochen.

Dabei wurde deutlich, dass Landwirtschaft heute vor vielfältigen Herausforderungen steht. Gleichzeitig zeigte der Austausch aber auch, dass in vielen Fragen ähnliche Einschätzungen bestehen und gemeinsame Ziele verfolgt werden – etwa beim Erhalt einer leistungsfähigen regionalen Landwirtschaft, beim Schutz wertvoller Flächen und bei der Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten.

Im Rahmen einer Hofführung auf dem traditionsreichen Hof Upmeier zu Belzen erhielten die Mitglieder des Arbeitskreises Einblicke in die praktische Arbeit eines modernen landwirtschaftlichen Betriebs. Neben dem Ackerbau spielt auf dem Hof auch die Energieerzeugung durch eine Biogasanlage eine wichtige Rolle. Dabei wurde deutlich, welche Investitionen mit solchen Anlagen verbunden sind und wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen für langfristige Entscheidungen sind.

In diesem Zusammenhang wurden auch bundespolitische Themen diskutiert. Insbesondere das Auslaufen der EEG-Förderung für Biogasanlagen und die damit verbundene Unsicherheit für viele Betriebe waren Gegenstand des Gesprächs. Deutlich wurde, dass Landwirte bei langfristigen Investitionen auf verlässliche politische Rahmenbedingungen angewiesen sind.

Einigkeit bestand darüber, dass die Landwirtschaft eine zentrale Rolle für unsere Region spielt – nicht nur als Wirtschaftsfaktor, sondern auch für Landschaftspflege, Versorgungssicherheit und den Erhalt regionaler Strukturen. Umso wichtiger ist es, die regionale Vermarktung weiter auszubauen und die Wertschöpfung vor Ort zu stärken.

Der Arbeitskreis hat zahlreiche Anregungen und Anliegen aus den Gesprächen mitgenommen und wird prüfen, an welchen Stellen kommunalpolitische Unterstützung möglich ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Herausforderungen nur im engen Austausch zwischen Politik und Landwirtschaft erfolgreich bewältigt werden können.

Last but not least bestand auf beiden Seiten großes Interesse, den begonnenen Dialog fortzusetzen. Ein weiteres Treffen wurde bereits für den Herbst vereinbart.