Anfrage: Startchancen-Programm praxisnah umsetzen

Group of children posing isolated in white

Das Startchancen-Programm des Bundes und der Länder soll dazu beitragen, die Bildungs- und Chancengerechtigkeit zu erhöhen und den starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufzubrechen. Klasse, dass 30 Schulen und ein Berufskolleg teilnehmen und bis zum Jahr 2034 15,25 Mio. € zusätzlich nach Bielefeld fließen. Diese gute Nachricht hat bei den Schulen und Eltern hohe Erwartungen geweckt.

Umso bedauerlich ist, dass teilnehmende Schulen zunehmend die langsame Umsetzung vor allem der Maßnahmen in der Förder-Säule I beklagen und hier eine überbordende Bürokratie kritisieren: Schulen können im Rahmen des Startchancen-Programms Maßnahmen umsetzen, wenn sie in Abstimmung mit der Schulaufsicht eine Zielvereinbarung erarbeitet und an den Schulträger übermittelt haben. Der wiederum die Maßnahmen verwaltungsintern auf ihre Erforderlichkeit geprüft hat und für sinnvoll befunden hat – und danach die Maßnahme bei einem gemeinsamen Termin zwischen Schule, Schulträger und ggf. ISB abstimmt. Jetzt wird das Konzept ggf. noch einmal angepasst, von der Schulaufsicht genehmigt und schließlich vom Schulträger per Unterschrift zur Umsetzung freigegeben ist. Vor diesem Hintergrund stellen wir für die kommende Sitzung des Schulausschusses am 13.06.2026 folgende Anfrage:

Frage: In welchem Status befinden sich die im Rahmen Programms beantragten Maßnahmen der Förder-Säule I (bitte Schule, Maßnahme und Status im Verfahren auflisten)?

Zusatzfrage 1: Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, das Verfahren zu entbürokratisieren und zu beschleunigen – natürlich in Absprache mit den Schulen und der Schulaufsicht?

Zusatzfrage 2: Was hat die Verwaltung unternommen, um das Verfahren schul- und praxisnah umzusetzen?

Mit freundlichen Grüßen

Lisa Brockerhoff – GRÜNE Ratsfraktion