Visionen 2025 – Ergebnisse der Zukunftswerkstatt Dornberg

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Am 29.01.2020 trafen sich die Dornberger Grünen und etwa 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Bezirksamt Dornberg zur ersten „Zukunftswerkstatt Dornberg“. Ziel war es, ins Gespräch zu kommen über Vorstellungen, Wünsche und Visionen für das Dornberg der Zukunft – Visionen für das Jahr 2025. Das Konzept: Drei Thementische zu den Bereichen Umweltschutz/ regionale Landwirtschaft, Bauen und Wohnen sowie zur Mobilitätswende; zusätzlich ein vierter Tisch als Angebot, weitere Themen ins Gespräch zu bringen – für eine baldige Fortsetzung der Veranstaltungsreihe. 

An jedem der Tische fanden sich etwa 15 Personen ein, die ihre Anliegen, Fragen und Anregungen einbringen konnten, jeweils moderiert und stichwortartig notiert von Mitgliedern der Dornberger Grünen. Alle 25 Minuten ertönte eine Klingel, die die Teilnehmer*innen der Zukunftswerkstatt aufforderte, den Tisch zu wechseln, um sich auch an den anderen Themen zu beteiligen.

Das Konzept ging auf. Keine hitzige Rede und Gegenrede, sondern konstruktives Sammeln von Anliegen, Fragen und Ideen. Jeder kam zu Wort; alles wurde notiert, nichts ging verloren. Nach drei Wechsel-Runden setzten sich alle im Plenum zusammen, und dann wurden die notierten Stichpunkte miteinander geteilt: Die abfotografierten Flip Charts waren schnell per Beamer an die Wand projiziert. 

Am Thementisch „Mobilitätswende“

wurden zur Verbesserung der Mobilität zahlreiche Punkte genannt, z.B. eine engere Taktung vorhandener Buslinien, ggf. bedarfsangepasst auch mit kleineren Bussen, und den weiteren Ausbau der „Anton-Busse“ wie auch mehr und bessere Haltestellen, ausgestattet mit Fahrradständern. Weitere Punkte waren der Ausbau und die Verbesserung der Radwege, eine Verbesserung der Attraktivität des ÖPNV (billigere Tickets) und die Reduzierung des Auto-Individualverkehrs. Die belastende Vormacht des PKW´s wurde kritisch diskutiert. Mit Nachdruck wurde mindestens ein Car-Sharing-Projekt für Dornberg angeregt. 

Am Thementisch „Bauen und Wohnen“

war ein Anliegen, vor der Bebauung und Versiegelung neuer Flächen alternativ nach besserer Nutzung/ ggf. Verdichtung bereits vorhandener Bebauungsflächen zu suchen. Außerdem: Statt nur Einfamilien- und Doppelhäuser mehrgeschossiges Bauen, insbesondere in Zukunft bei gewerblichen Bauten (Supermärkte). Lebendige Quartieren, auch mit Gemeinschaftsgärten, wurden gefordert. Dazu: Mehr verbindliche Regelungen zu „Photovoltaik aufs Dach“ in Neubaugebieten. Ein Punkt war außerdem, mehr Möglichkeiten des betreuten Wohnens (Seniorenwohnungen) in den Dornberger Ortsteilen zu schaffen, um alten Menschen bei abnehmender Selbstständigkeit das Verbleiben in ihrem „Kiez“ zu ermöglichen.

Am Thementisch „Umweltschutz/ regionale Landwirtschaft“…

ging es zunächst um mehr Verkaufsstellen von regionalen Produkten („gern auch mehr Bio“…), wodurch die regionale Landwirtschaft gestärkt werden kann.  Ein wichtiges Thema war die Sorge über die weitere Bebauung intakter landwirtschaftlicher Bodenflächen. Wasser-, Natur- und Insektenschutz stellten weitere Diskussionspunkte dar ebenso wie die Offenlegung des Johannisbaches am Dornberger Freibad, die bessere Wertschätzung der Ochsenheide als wichtigste Naturschutzfläche in Bielefeld ebenso wie andere Nutzungsideen für städtische Grünflächen, z.B. Obstbaumwiesen und Urban Gardening. Ein weiteres Thema war die bessere Nutzung der Ersatz- oder Austauschflächen für landwirtschaftliche Flächen, die zu Bauland werden sollen. Hier wünscht man sich eine mehr produktionsorientierte Nutzung statt reiner Aufforstung oder auch die Nutzung dieser Flächen für Energiewälder. Durch die zahlreichen anwesenden Landwirte konnten Interessenkonflikte durch Neubaugebiete ausführlich thematisiert werden, wie nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehende Anfahrtswege für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge und das zusätzliche Verkehrsaufkommen.  Wichtig war den Landwirten, bereits bei der Planung von Bauvorhaben vor den an Bauland interessierten Bürgern informiert zu werden.   

Dies gibt nur eine Auswahl der gesammelten Notizen wieder. In jedem Fall viele Themen, viel Stoff  für weitere Gespräche. Und das war auch ein Punkt, der mehr als einmal zur Sprache kam: Kommunikation sei wichtig. Miteinander. Und mehr. Und auch die Verknüpfung der Themen miteinander:

…- Umweltschutz – regionale Landwirtschaft – Bauen – Wohnen – Mobilitätswende –  Umweltschutz -….

Themenvorschläge für das nächste Mal vom vierten Tisch: Angebote für Kinder, Jugendliche und Senior*innen im Stadtbezirk, Kindertagesstätten und Grundschulen …. und anderes mehr.

Zum Schluss die Frage: Würden die Teilnehmer*innen zu einer weiteren Veranstaltung dieser Art denn wiederkommen? Antwort: Ein klares „Jaaa!“

Es kann also weitergehen…

Visionen, Ideen, Anregungen und Wünsche für die Zukunft Dornbergs stehen an diesem Abend im Vordergrund.