Die GRÜNE Ratsfraktion freut sich, dass das Künstlerhaus Artists Unlimited bald einen neuen Mietvertrag bekommt. Das hat Betriebsausschuss Immobilienservicebetrieb (BISB) jetzt beschlossen. Wir begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich, die dem seit 40 Jahren etablierten Kulturort nach längerer Unsicherheit wieder eine Zukunftsperspektive bietet. Dem waren fast zwei Jahre Gespräche und Verhandlungen vorausgegangen.
Klaus Rees, Ratsmitglied und Mitglied im BISB: „Der neue Vertrag sieht zwar eine deutliche Erhöhung der Mietkosten vor, doch der Verein hat signalisiert, diese Mehrbelastung stemmen zu können. Die Entscheidung des Ausschusses ist ein bedeutender Erfolg für die kulturelle Vielfalt unserer Stadt. Artists Unlimited ist seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Teil der freien Kunstszene Bielefelds und steht exemplarisch für selbstverwaltete, nicht-kommerzielle Kulturräume, die wir dringend erhalten und schaffen müssen. Gut, dass endlich eine für alle Seiten tragbare Lösung gefunden ist, das Kunstkollektiv wieder Sicherheit hat und sie sich endlich wieder auf das konzentrieren, was sie wirklich machen wollen: Kunst und Kultur. Wir wünschen dabei weiterhin viel Erfolg.“
Bernd Ackehurst, kulturpolitischer Sprecher: „Diese Einigung ist ein wichtiger Schritt für die kulturelle Vielfalt und Kreativszene in Bielefeld. Sie sichert den Fortbestand eines bedeutenden Kunst- und Kulturstandorts. Großartig ist, dass das Ladenlokal bald wieder im Sinne des Künstlerhauses als Schaufenster zur Stadt und als Kommunikationsort genutzt werden kann, an dem Kunst präsentiert und diskutiert wird. Die Artists Unlimited tragen sowohl zur Belebung der Kultur in OWL als auch direkt in das Quartier bei. Zu ihren aktuellen Aktivitäten zählen die laufende Ausstellung in der Volksbank, das Open-Doors-Event zum Jubiläum, Flohmärkte, eigene Ausstellungen, internationale Gaststipendien, Gastronomie u.v.m.
Wir haben uns als Grüne stets für den Erhalt der Artists in ihren selbstorganisierten Strukturen eingesetzt. Für eine vielfältige und lebendige Kulturszene braucht es Räume für Freischaffende, Teilhabemöglichkeiten sowie Wertschätzung.”
Der Konflikt war entstanden, weil MeetArt den Vertrag mit dem Pächter der Gastronomie hatte auslaufen lassen und Teile der Politik meinten, einen Kneipier retten zu müssen und als Druckmittel dafür die Schließung des ganzen Atelierhauses in Aussicht stellten. Die GRÜNEN hatten immer vertreten, dass Politik nicht in Mietverträge der Stadt mit privatwirtschaftlichen Vereinen oder Organisationen `hineinregieren´ sollte. Und auch, dass eine von Künstler*innen finanzierbare Lösung gefunden werden muss.
Wir wollen, dass sich gemeinnützige Vereine und subkulturelle Projekte künftig in Bielefeld weiterentwickeln können. Wir machen uns stark für kulturelle Freiräume und hoffen, dass die Artists nun mindestens weitere 40 Jahre die Kulturlandschaft Bielefelds bereichern.