Gesundes Schulessen


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Zum Ganztag gehört nach Ansicht der GRÜNEN ein gesundes, frisches, überwiegend regionales und saisonales Essen, das für alle Schüler*innen bezahlbar ist. Um diesen Anspruch umzusetzen, haben wir mit unseren Koalitionspartnern folgenden Antrag auf den Weg gebracht: 

Die Verwaltung wird beauftragt, auf Basis der nachfolgenden Eckpunkte unter Einbeziehung des Ernährungsrates ein Konzept für gesundes Schulessen in Bielefeld zu entwerfen und dieses dem Schulausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen:

  • Bestandsanalyse im Hinblick auf die derzeitige Struktur der Mittagsverpflegung.
  • Formulierung inhaltlicher Standards für das Essen an Bielefelder Schulen, insbesondere Konkretisierung und Operationalisierung von gesund, überwiegend regional, saisonal, frisch sowie dem überwiegenden Einsatz von Produkten aus biologischem Anbau. Dabei sollen die Kriterien der „Klimagesunden Schulküche“ greifen.
  • Als organisatorisches Modell soll mittelfristig die Cook & Serve (Frischeküche) in Form einer Quartiersküche eingeführt werden, von der aus jeweils bis zu 4 oder 5 Schulen beliefert werden.
  • Aufzeigen der baulichen und technischen Voraussetzungen (Flächenbedarf, Küchentechnik), die für eine Quartiersküche sowie die frisch zu beliefernden Ausgabeküchen entstehen.
  • Prüfung vorhandener Kücheninfrastruktur im Hinblick auf die Umsetzbarkeit als Quartiersküche, wobei Optionen für Kooperationen mit vor Ort bestehenden Küchen auch außerhalb von Schule einzubeziehen sind.
  • Bei Schulneubauten ist der Einbau von Cook & Serve (Frischeküchen) einzuplanen; vorhandene Küchen sollen für das Konzept der Frischküche ertüchtigt bzw. umgebaut werden.
  • Ausmaß städtischer Investitionen für Quartiersküchen einschätzen und Einbezug von Förderprogrammen durch Dritte (z. B. Bund/ Land) prüfen.
  • Einschätzung eines Abgabepreises zum Konzept des Cook & Serve, die die Kriterien für ein gesundes, frisches, überwiegend regionales und saisonales Essen erfüllt.
  • Mischfinanzierung des gesunden Mittagessens aus einem Elternhöchstbeitrag (3,50€) sowie einem städtischen Zuschuss, der die Differenz von Elternbeitrag zum Abgabepreis ausgleicht. Die laufenden Belastungen für den Haushalt sind darzulegen.
  • Vorschlag für ein Bestellsystem, das ohne großen Aufwand flexible Bestellungen durch Kinder bzw. Eltern ermöglicht und die Vorlaufzeiten eines Caterers bei der Zubereitung durch eine Frischküche berücksichtigt.