Das Beweidungsprojekt als wichtiger Bestandteil zur Förderung der Artenvielfalt

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GRÜNE FRAKTION VOR ORT – Besuch in der Johannisbach-Aue:

Zum Start der Vegetationsperiode machte sich die GRÜNE Ratsfraktion auf den Weg in die Johannisbach-Aue. Die reizvolle Landschaft – geprägt vom Ravensberger Hügelland, dem sich naturnah durch die Landschaft schlängelnden Johannisbach sowie den historischen Hofstätten Meyer zu Jerrendorf und Wehmeyer – bildet in Kombination mit vielen Freizeitmöglichkeiten vor Ort eines der wichtigsten Naherholungsgebiete in Bielefeld.

Derzeit erarbeitet die Bielefelder Verwaltung ein Grobkonzept für ein Naturschutzgebiet in der Johannisbach-Aue, welches dem Wunsch der Bevölkerung nach naturnaher Erholung ebenso wie den Belangen des Naturschutzes Rechnung tragen soll.

Ein wichtiger Bestandteil des Gesamtnutzungs- und Schutzkonzeptes „Obersee und Johannisbach-Aue“, das der Rat bereits 2005 beschloss, ist das Beweidungsprojekt, welches in den Jahren 2009/2010 begonnen wurde. Als sachkundiger Gesprächspartner stand Bernhard Wehmeyer, der zusammen mit seinem Bruder Heinrich Wehmeyer die Herde betreut, den GRÜNEN zur Seite. Ziel der extensiven Ganzjahresbeweidung durch die Heckrinder ist laut Wehmeyer die naturnahe Entwicklung des Auenbereiches sowie eine Förderung der Artenvielfalt. Gerade Vögel, Insekten und Feuchtwiesenarten profitieren von der Maßnahme.

Auch die im April 2014, auf Antrag von SPD, LINKEN und GRÜNEN im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz beschlossenen, zwei Kleingewässer im Bereich der Kulisse des Beweidungsprojektes sollen sich positiv auf die Biologische Vielfalt auswirken – Zielarten sind hier im Besonderen Amphibien, Libellen sowie weitere wassergebundene Tier- und Pflanzenarten.

Den Abschluss des Rundgangs bildete ein Besuch auf dem Halhof, bei dem Peter Bauer und Ulrich Gödde die GRÜNE Ratsfraktion über den aktuellen Stand und über in der nahen Zukunft geplante Erweiterungen des Hofgeländes informierten.

Claudia Heidsiek, Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz: „Die Abstimmung über die zwei Kleingewässer im Bereich des Beweidungsprojektes zog sich, aufgrund politischer Unstimmigkeiten in der damaligen Ampel-Koalition, eine geraume Zeit hin. Nun ist es umso wichtiger, dass diese Maßnahme baldmöglichst umgesetzt wird, um gerade die wassergebundenen Arten weiter zu fördern.“

Rainer Hahn, Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz: „Im Bereich der Johannisbach-Aue finden Artenschutz und Naturerleben gemeinsam Raum. Das zeigt einmal wieder eindrucksvoll, dass die Bürger*innen nicht ausgeschlossen werden, wenn es darum geht, Flächen ökologisch aufzuwerten. Im Gegenteil, die Bielefelder*innen können daran teilhaben, wie sich die Artenvielfalt in der Aue weiterentwickelt.“