GRÜNE kritisieren FDP und CDU als populistisch

Bielefeld wächst – und mit der Stadt auch die Zahl der Schüler*innen. In diesem Jahr werden 200 Kinder mehr eingeschult als im Vorjahr. Das sind mehr als in der Schulentwicklungsplanung (SEP) erwartet worden waren. Denn die SEP konnte nicht mit Putins Angriffskrieg rechnen. Daraus versucht die Opposition jetzt politisches Kapital zu schlagen.

Lisa Brockerhoff, schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion: „Die Ablehnung der Wunschgrundschule ist für Eltern immer unglücklich und manchmal auch dramatisch. Aus diesem Umstand parteipolitisches Kapital zu schlagen, wie es die FDP jetzt wider besseren Wissens versucht, ist populistisch. Seit wir gemeinsam mit allen Ratsfraktionen die Schulentwicklungsplanung (SEP) auf den Weg gebracht haben, wissen wir und weiß auch die FDP, dass Bielefeld wächst, dass die Zahl der Schüler*innen und Schüler steigen und es enger wird in den Schulen. Und diese Prognose trifft jetzt ein: Der nächste Jahrgang ist 200 Schüler*innen größer als der derzeitige Jahrgang. Weil wir um dieses Wachstum wussten, ebenso wie die FDP, haben wir in großer Gemeinsamkeit das Bauprogramm beschlossen, das vorsieht, in der Primarstufe drei neue Schulen gebaut und Räume für neun Züge an bestehenden Schulen geschaffen werden.

Auch für die Sek. I und II werden neue Schulen gebaut und Schulen erweitert. Diese riesige Herausforderung kann nur mit Systembau gelingen – auch das haben wir gemeinsam mit dem fast eine Milliarde schwerem Bauprogramm gemeinsam beschlossen. Daran scheint sich die CDU nicht mehr zu erinnern, wenn sie warnt, dass Kinder ihre „Schulkarriere in Containern verbringen“ sollten und wider besseren Wissens mehr Systembau fordert. Wir wissen, wie wichtig es ist, die Schulkapazitäten so schnell wie möglich zu schaffen. Daher setzten wir in den meisten Fällen, anders als von der CDU suggeriert, schon auf Systembauten. Allerdings werden wir für einen schnellen Ausbau auch temporäre Holzmodule nutzen müssen. Diese wurden von der Stadt eigens angeschafft und bieten gute und schnelle Erweiterungsmöglichkeiten ohne große Abstriche in der Raumqualität.

Übrigens hat es Ablehnungen auch von den nächstgelegenen Schulen auch früher schon gegeben – etwa an der Eichendorff- oder an der Diesterwegschule. Damals wie auch heute werden die Schulen Eltern, die keinen Platz für ihre Kinder bekommen, beraten und gemeinsam mit ihnen nach guten Lösungen suchen“.