In der jüngsten Verkehrsstudie des weltweit tätigen Unternehmens Inrix schneidet Bielefeld erneut gut ab. Der Zeitverlust durch Staus liegt in unserer Stadt mit 27 Stunden pro Jahr erheblich unter dem bundesweiten Durchschnitt deutscher Großstädte mit 43 Stunden. Und das obwohl im letzten Jahr einige Sonderfaktoren zu verzeichnen waren: so waren seit Ende 2023 sowohl die Bodelschwinghstraße, als auch die Gräfinghagener und Selhausenstraße durch Erdrutsche teilweise ganzjährig nicht befahrbar. Auch die Überquerung des Teuto auf der Osningstraße war einen Großteil des Jahres durch notwendige Bauarbeiten stark beeinträchtigt. Darüber hinaus kam es durch Kanalsanierungen und Verlegung von Starkstrom- oder Fernwärmeleitungen zu teilweise langwierigen Einschränkungen in verschiedenen Stadtbezirken. Diese Baumaßnahmen mussten zum Teil ungeplant erfolgen, zum großen Teil waren sie jedoch bereits seit längerem geplant (wie z.B. die Verbreiterung der Gleisanlagen auf der Artur-Ladebeck-Straße). Auch Sanierungsmaßnahmen von StraßenNRW auf dem Ostwestfalendamm führten regelmäßig zu Staus.
Darüber hinaus gibt die Stadt jährlich allein 14,5 Mio. Euro für die Unterhaltung und die Sanierung von Gemeindestraßen (inklusive Radwegeunterhaltung) aus. Von einer Anti-Auto-Ideologie, wie die CDU behauptet, kann also keine Rede sein.
„Auch wir GRÜNEN ärgern uns über die Staus auf unseren Straßen“, erklärt Dominic Hallau, Co-Fraktionsvorsitzender und Oberbürgermeisterkandidat der GRÜNEN. „Es ist jedoch festzustellen, dass es in Bielefeld im Vergleich zu ähnlich großen Städten in Deutschland wesentlich weniger Staus gab – trotz der genannten Sonderfaktoren im letzten Jahr und obwohl die Anzahl der PKWs seit 2010 um rund 31.000 Fahrzeuge auf über 206.000 gestiegen ist.“
Hallau betont die Bedeutung von Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr und der Fahrradinfrastruktur: „Es muss uns weiter gelingen, durch Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr und Fahrradinfrastruktur mehr Menschen ein gutes Angebot zur Reduzierung von PKW-Fahrten zu machen. Nur dann werden wir in solchen Verkehrsstudien noch mal einen erheblichen Satz nach oben machen und dabei viel für die Wohlfühlqualität und den Klimaschutz in unserer Stadt tun.“
Die GRÜNEN setzen sich weiterhin dafür ein, den Verkehr in Bielefeld nachhaltiger zu gestalten und die Lebensqualität der Bürger*innen zu erhöhen.