Die Grüne Ratsfraktion lehnt die geplante Baumaßnahme für eine neue Servicestelle der Ausländerbehörde am Standort der heutigen Stadtwache am Niederwall ab. Nach den aktuellen Plänen sollen dort ab 2027 sogenannte „Front Desks“ entstehen – als erste Anlaufstelle für allgemeine Ausländerangelegenheiten und Aufenthaltstitel.
Was nach Willkommenskultur klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als teures und unvollständiges Projekt: Rund 4 Millionen Euro werden allein für den Umbau veranschlagt – hinzu kommen Kosten für Ausstattung und laufenden Betrieb. Und das für ein Angebot, das weder barrierefrei ist noch alle Anliegen von Menschen ohne deutschen Pass abdeckt. Themen wie Asyl, Visa oder Einbürgerung sollen weiterhin an anderen Stellen bearbeitet werden – Doppelstrukturen bleiben bestehen.
Wir GRÜNE setzen uns stattdessen für ein zukunftsfähiges Konzept ein: Eine zentrale Anlaufstelle für alle Ausländerangelegenheiten – integriert in die Bürgerberatung, digital zugänglich, effizient organisiert und vor allem: Menschlich zugewandt.
Unser Ziel:
• Keine Parallelstrukturen, sondern gebündelte Zuständigkeiten
• Investitionen in Digitalisierung statt langjähriger Baustellen
• Eine echte Willkommenskultur, die im täglichen Umgang spürbar ist – nicht nur durch bauliche Maßnahmen, sondern durch Haltung und Service
Denn eine gute Ausländerbehörde erkennt man nicht an ihrer Fassade, sondern an der Art, wie sie Menschen begegnet.