Ratsfraktion: Die Verwaltung stärken – Überlastung verhindern

Co-Fraktionssprecher Dominic Hallau fordert im Rat ein Konzept für demografischen Wandel und moderne Aufgabensteuerung

Die GRÜNEN fordern ein strukturiertes Vorgehen, um die Verwaltung auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Hintergrund ist die absehbare Veränderung der Personalstruktur: In den nächsten Jahren scheidet ein erheblicher Teil der Beschäftigten altersbedingt aus.

„Das ist keine Krise, sondern eine Entwicklung, auf die wir uns rechtzeitig einstellen müssen – mit einer durchdachten Strategie, klaren Prioritäten und einer guten Unterstützung der Mitarbeitenden“, erklärte Hallau. Ziel sei es, gemeinsam mit der Verwaltung zu klären, wie Aufgaben künftig sinnvoll organisiert, Prozesse vereinfacht und Standards angepasst werden können. Denn eins sei absehbar: Wenn weniger Menschen zur Verfügung stehen, müssten Zuständigkeiten und Verfahren so gestaltet sein, dass die Verwaltung weiter gut arbeiten kann.

„Wir dürfen nicht einfach so weitermachen wie bisher. Das würde bedeuten, immer mehr Aufgaben auf immer weniger Schultern zu verteilen – und das funktioniert auf Dauer nicht“, so Hallau.

In der Debatte im Rat stelle Hallau klar: Der Fokus liegt nicht auf pauschalen Kürzungen, sondern auf der Notwendigkeit, die Verwaltung so zu organisieren, dass sie auch in Zukunft leistungsfähig bleibt. Für Hallau ist klar: „Dort, wo Personal notwendig ist, darf keinesfalls reduziert werden. Es geht darum, rechtzeitig die Weichen für eine moderne, entlastete Verwaltung zu stellen – zum Wohl der Beschäftigten und der Bürgerinnen und Bürger.“

Die nun vorliegende Antwort der Verwaltung auf eine GRÜNE Anfrage bestätigt den Bedarf: Erste Pilotprojekte sind gestartet, bestehende Herausforderungen erkannt. Doch ein stadtweites, strategisch koordiniertes Vorgehen fehlt bislang – ebenso ein Zeitplan, wie der demografische Wandel in den kommenden Jahren konkret bewältigt werden soll.

„Ich wünsche mir einen klaren Umsetzungsplan: Wo lassen sich Aufgaben vereinfachen? Welche Prozesse können digitalisiert werden? Welche Prioritäten setzen wir gemeinsam?“, so Hallau. Für ihn ist entscheidend, dass dieser Prozess gemeinsam mit dem Personalrat und den Beschäftigten gestaltet wird – offen, transparent und auf Augenhöhe.

Hallau betont: „Es geht nicht darum, Aufgaben weg zu sparen, sondern darum, die Verwaltung zukunftsfähig zu machen. Was wir brauchen, ist Klarheit, Tempo und Zusammenarbeit. Nur so sichern wir die Leistungsfähigkeit der Stadt – und schaffen gute, verlässliche Arbeitsbedingungen für alle.“