Schutz für Igel und Co bei der Gartenpflege im Herbst

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, beginnt für viele Wildtiere und Insekten die Vorbereitungszeit auf den Winter. Auch unsere Igel sind nun auf der Suche nach sicheren und geschützten Plätzen zum Überwintern. Die Bielefelder GRÜNEN appellieren daher an alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer, im Herbst auf eine naturnahe und rücksichtsvolle Gartenpflege zu achten.

„Ein nicht aufgeräumter Garten mag auf den ersten Blick zwar ungepflegt wirken, für viele Tiere und Insekten ist er jedoch ein wichtiger Rückzugsort fürs Überwintern“, so Klaus Feurich-Tobien, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, „Igel, Insekten und andere Kleintiere brauchen Laubhaufen, Reisig, abgestorbene Pflanzen und wilde Ecken, um den Winter zu überstehen. Wir begrüßen es ausdrücklich, dass der städtische Umweltbetrieb hier mit gutem Beispiel für die Bürgerinnen und Bürger voran geht und einen Teil des Falllaubs nicht entsorgt, sondern in der Natur belässt. So werden für Igel und Co gezielt Möglichkeiten zum Überwintern geschaffen.”

Die Grünen empfehlen, Laub unter Sträuchern oder Hecken liegen zu lassen und auf den Einsatz von Laubbläsern und -saugern zu verzichten. Diese Geräte zerstören nicht nur Lebensräume, sondern verletzen auch kleine Tiere. Stattdessen kann das Laub als natürlicher Frostschutz für Pflanzen und als wertvolle Humusschicht dienen. So kann der Garten nach der Winterpause gleich gut vorbereitet ins neue Jahr starten.

Auch verwelkte und abgestorbene Pflanzen(teile) sollten über den Winter stehen bleiben. Sie dienen vielen Insekten und ihren Nachkommen als Unterschlupf. Sie sollten nach dem Winter frühestens zurückgeschnitten werden, wenn kein Frost mehr droht.

„Wer jetzt auf umweltfreundliche Gartenpflege setzt, hilft nicht nur den Igeln, sondern stärkt die Artenvielfalt insgesamt“, so Feurich-Tobien weiter. „Ein lebendiger Garten ist ein wichtiger Beitrag zum lokalen Artenschutz – direkt vor der eigenen Haustür.“