Bielefelder Grüne unterstützen „Stadtfrüchte“: kostenloses Obst für alle und mehr essbare Stadtlandschaften

Bielefeld soll grüner, nachhaltiger und gemeinschaftlicher werden – davon sind die Bielefelder Grünen überzeugt. Deshalb unterstützen sie die Plattform Stadtfrüchte (https://www.bielefeld.de/essbare-stadt) im Onlinekartendienst der Stadt Bielefeld. Dieser Stadtplan lädt dazu ein, frei zugängliche Obstbäume und Sträucher im öffentlichen Raum zu beernten.

„Es ist eigentlich ganz einfach: In Bielefeld wachsen viele Früchte, die niemand erntet – Äpfel, Birnen, Pflaumen, Walnüsse oder Beeren. Auf der Plattform „Stadtfrüchte“ können alle Menschen sehen, wo solche Bäume stehen, und sie gemeinsam nutzen, anstatt dass das Obst auf dem Boden verfault“, erklärt Klaus Feurich-Tobien, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, „Das ist gelebte Nachhaltigkeit: regional, saisonal, kostenlos und gemeinschaftlich.“

Für die Grünen ist klar: Diese Idee passt perfekt zu den Zielen einer klimafreundlichen, lebenswerten Stadt. „Wir wollen, dass Bielefeld seine öffentlichen Grünflächen stärker als Orte der Begegnung und Versorgung begreift“, sagt Ruth Wegner, Mitglied des Sozial- und Gesundheitsausschusses, „Ein Apfelbaum spendet nicht nur Schatten und Sauerstoff, er liefert auch gesunde Nahrung, fördert die Artenvielfalt und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.“

Darum setzen sich die Grünen dafür ein, dass die Stadtverwaltung künftig bei Neupflanzungen von Bäumen gezielt mehr Obst- und Nussbäume pflanzt – auf Schulhöfen, Spielplätzen, in Parks und entlang von Wegen. Auch bei der Umsetzung des Straßenbaumkonzeptes aus 2021, das die Grünen nun endlich umsetzen wollen, gibt es große Potentiale. Auch Obstbaumpatenschaften für Kitas, Schulen und Vereine sind als weitere Bausteine im Gespräch.

„Das gemeinsame Ernten verbindet Generationen, stärkt das Bewusstsein für natürliche Ressourcen und ist ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit – schließlich kann sich hier jede*r bedienen, unabhängig vom Geldbeutel“, so Ruth Wegner weiter.

„Wenn wir wollen, dass Bielefeld klimafit, gerecht und lebenswert bleibt, dann müssen wir auch unser Verhältnis zur Natur verändern – hin zu mehr Wertschätzung, Teilhabe und Kreislaufdenken“, schließt Klaus Feurich-Tobien. „Ein Apfel vom Straßenrand ist mehr als nur Obst – er ist ein Symbol für eine Stadt, die teilt.“