Photovoltaik an Lärmschutzwänden verbindet Lärmschutz mit sauberer und wirtschaftlicher Energiegewinnung. Statt Flächen zusätzlich zu versiegeln oder neue Freiflächen zu beanspruchen, werden bereits vorhandene Bauwerke sinnvoll genutzt. Die Anlagen erzeugen klimafreundlichen Strom direkt dort, wo er gebraucht wird – etwa für Straßenbeleuchtung, Verkehrsinfrastruktur oder angrenzende Gebäude. Gleichzeitig können Kommunen ihre ohnehin begrenzten Flächen effizienter nutzen, Energiekosten senken und einen sichtbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Lärmschutzwände werden so vom reinen Schutzbauwerk zu aktiven und mulifunktionalen Bausteinen der Energiewende.
Potentiale in Bielefeld entdecken und nutzen
Vor diesem Hintergrund stellen wir zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 10.11.2026 folgende Anfrage:
An welchen Verkehrswegen in Bielefeld befinden sich Lärmschutzwände, die sich für die Installation von Photovoltaik eignen?
Zusatzfragen:
- Welche Möglichkeiten hat die Stadt Bielefeld, Photovoltaik an Lärmschutzwänden umzusetzen, die in der Verantwortlichkeit von Straßen NRW liegen?
- Für die Lärmschutzwand entlang der L712n wurde in der BV Heepen die umzusetzende Gestaltungsvariante beschlossen und der StEA darüber in der Junisitzung entsprechend informiert. Der Beschluss betraf ausschließlich die optische Ausführung, über eine Ausstattung mit PV wurde nicht beraten. Wie kann die Stadt Bielefeld eine Umsetzung von PV in Kooperation mit Straßen NRW umsetzen, bzw. welche politischen Beschlüsse sind hierzu erforderlich?