Jakobskreuzkraut

Veröffentlicht am / Abgelegt in: Aktuelles, Anfragen, Ausschuss für Umwelt & Klimaschutz, Fraktion, Presse

Jakobs-Greiskraut / RagwortDas Jakobskreuzkraut hat einen festen Platz in unserer heimischen Pflanzengesellschaft. Allerdings verfügt die Pflanze über einen hohen Pyrrolizidin-Gehalt in allen Pflanzenbestandteilen. Dadurch bereitet sie in der Landwirtschaft dem Vieh in Heu und Silage Probleme und kann zu Leberschäden bei den Tieren führen.

In der Imkerei tragen die Bienen die Alkaloide mit dem Nektar in den Bienenstock ein. Wenn der Alkaloid-Anteil im Honig zu hoch ist, kann dies bei regelmäßigem Verzehr beim Menschen ebenso zu Leberschäden führen.

Von Seiten der Bielefelder Imker*innen werden derzeit vermehrt Bedenken geäußert, was eine Ausbreitung der Pflanze betrifft. Gerade im Umfeld von Straßenbaumaßnahmen (z.B. A33) und neuen Gewerbeflächen (z.B. Erdbeerfeld) sind vermehrte Vorkommen der Pflanze zu beobachten.

Anfrage der GRÜNEN zur Sitzung des des Stadtentwicklungsausschusses am 22.09.2015:

Wie schätzt die Verwaltung die derzeitige Ausbreitungsfreudigkeit des Jakobskreuzkrautes ein und sind Probleme im Bereich der Landwirtschaft zu erwarten?

Zusatzfragen:

Gibt es Erfahrungen mit Dominanzbeständen des Jakobskreuzkrautes in Bielefeld?
Welche Strategien wären denkbar, um der Ausbreitung der Pflanze Herr zu werden, bzw. könnten beispielsweise mehrmalige Mahden im Jahr oder Nachsaatmischungen bei „frischumgebrochenen Brachen“ hilfreich sein?