Bielefeld für die Igel

Die Wahl zum Wildtier des Jahres 2024 fiel auf den Europäischen Igel. Zunehmend schwinden die Bestände dieser stacheligen Warmblüter, sodass die einstmals häufige Art mittlerweile einen Platz auf der Roten Liste der bedrohten Arten einnimmt. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Rückgang der Nahrungsgrundlage (besonders der Insekten), Lebensraumveränderungen, Pestizide, Klimawandel, Verletzungen durch Mähroboter, Straßenverkehr, …

Der Umweltbetrieb startete jüngst eine Initiative für den Igel, um auf seine Bedeutung hinzuweisen und ihn aktiv zu unterstützen. Dabei entstanden rund einhundert „Igelburgen“ auf Friedhöfen und stätischen Flächen, die den Stacheltieren im Winter Unterschlupf bieten sollen. Eine Aufbauanleitung für die Unterkünfte findet sich auf der Seite der Stadt Bielefeld für all die Gartenbesitzer*innen, die selbst aktiv werden möchten.

Vor diesem Hintergrund stellten wir im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz am 19.11.2024 den folgenden Antrag:

Die Verwaltung wird gebeten, eine Kampagne „Bielefeld für die Igel“ zu erarbeiten.
Inhalt dieser Kampagne sollen u.a. folgende Punkte sein:

  • Tipps für die Gartengestaltung zum Wohle von Igel, Insekt & Co
  • „Freie Bahn für Igel“ – Lebensräume vergrößern und erschließen z.B. durch den Bau von „Igeltüren“ in Zäunen oder die Anlage von Hecken zur „igeldurchlässigen“ Grundstückseinfassung
  • Aufklärung über Gefahren bei der Grünpflege durch Laubsauger, Mähroboter und Co
  • Nachhaltige und angemessene Informationsweitergabe bei der Kommunikation des Bauamtes mit Bauantragsteller*innen
  • Kontaktmöglichkeiten bei Igelfragen und Funden von kranken, verletzten oder unterernährten Tieren

Die Kampagne ist dem AfUK und der Öffentlichkeit zum Start der „Igelsaison“ im Frühjahr 2025 vorzustellen.

Die weitere Begründung erfolgte mündlich.