„Was lange unmöglich schien, wird jetzt plötzlich machbar“. Die GRÜNEN begrüßen die von Baudezernentin Claudia Koch vorgestellten Pläne zur Weiterentwicklung des Gymnasiums am Waldhof (GAW). Die Idee, Verwaltung, Mensa und Ganztagsbereiche in das Haus des Handwerks zu verlagern, schafft dringend benötigten Raum für zusätzliche Klassenräume im Bestand – und bringt frischen Wind in eine Debatte, die jahrelang festgefahren war.
„Dass ein Umbau im Bestand möglich ist, haben wir GRÜNE von Anfang an deutlich vertreten“, erklärt Lisa Brockerhoff, schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion. „Leider wurde das bislang von der Verwaltung immer wieder kategorisch ausgeschlossen. Umso mehr begrüßen wir, dass mit Claudia Koch nun eine Baudezernentin am Start ist, die mutig denkt und die Bedarfe der Schule endlich in den Mittelpunkt rückt, dabei aber städtebauliche und denkmalrechtliche Belange nicht vernachlässigt.“
Auch der GRÜNE Oberbürgermeisterkandidat Dominic Hallau bewertet den neuen Planungsansatz als überfällig: „Wer Schulen stärken will, braucht keine Ausreden, sondern Lösungen. Dass plötzlich möglich sein soll, was jahrelang als ‘undenkbar’ galt, zeigt leider auch: Es hat zu lange an klarem politischem Willen gefehlt. Ich bin überzeugt: Wenn wir in Bielefeld wirklich wollen, dass unsere Schulen zukunftsfähig sind, dann müssen wir mutig investieren – in moderne Räume, in Barrierefreiheit, in flexible Lernorte und in ein starkes Ganztagsangebot. Dabei dürfen wir jedoch baukulturelle und Nachhaltigkeitsaspekte nicht aus dem Blick verlieren.“
Die GRÜNEN fordern, dass die Stadtverwaltung die aktuellen Vorschläge nun mit Nachdruck weiterverfolgt. Die Zeit drängt – für Schülerinnen, Lehrerinnen und Eltern. Neben der baulichen Umsetzung müssen auch Fragen zur Interimsunterbringung, zur Finanzierung und zu den denkmalrechtlichen Belangen zügig geklärt werden. Hinsichtlich des stadtbildprägenden Haus des Handwerks wurde zu lange einseitig in Richtung Abriss und Neubau geplant und argumentiert.
„Jetzt dürfen wir keine weitere Zeit verlieren“, so Brockerhoff. „Das GAW braucht Klarheit, Verlässlichkeit und eine Perspektive. Dafür kämpfen wir weiter – gemeinsam mit der Schule und der Stadtgesellschaft.“